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Qualitätsjournalismus

Ihre Sorgen möchten wir haben!“, ist ein bekannter Slogan aus der Versicherungsbranche. Ironisch gemeint passt er aktuell aber auch auf die innenpolitische Szene. Wenn wir uns anschauen, welche Themen gerade von der Opposition und den ihnen zugeneigten Medien hochgespielt werden, könnte man meinen, die weltpolitische Lage, vom Krieg in der Ukraine, über die zu erwartenden neuen Flüchtlingsströme, wenn in Afrika der fehlende Weizen aus der Ukraine zu einer Hungerskatas­trophe ungeahnten Ausmaßes geführt haben wird, geht uns nur peripher etwas an.
Qualitätsmedien wie der „Standard“, aber auch andere auf Seriosität bedachte Medien, berichten lieber in unheilvoller Dramatik, dass Kurz kurz vor seiner Rückkehr stünde und die Republik wohl in großer Gefahr sei. Ganz wichtig ist natürlich auch die Rolle der Kanzlergattin, mit der sich der Bundeskanzler bespricht, weil er von ihrer Meinung viel hält. Oh Gott, ein Ehemann vertraut seiner Frau – was für ein Skandal! Dann scheint es auch von eminenter Bedeutung zu sein, dass die Leibwächter im Hause Nehammer ein oder zwei Gläschen zu viel tranken und beschwipst einen Parkschaden anrichteten. Nein, nicht Kathi ist gefahren, das taten die Bodyguards schon selber, aber Hauptsache ein Skandal, auch wenn er noch so an den Haaren herbeigezogen ist, muss her. Das ist es, was ich mit „Ihre Sorgen möchten wir haben!“ meine. Die Liste dieser vermeintlichen „Wichtigkeiten“ wär noch lange fortzusetzen, wie die postulierte Sinnlosigkeit der Kanzlerreise zu Putin oder zuletzt die veränderte Haarlänge des Unterrichtsminis­ters.
Ich habe vorhin den Begriff „Qualitätsmedien“ verwendet. Dabei meine ich journalistische Sorgfalt à la Hugo Portisch (Check – Re-Check – Double-Check), meine ich Sorgfalt und Recherche in der Berichterstattung und eine gewisse Äquidis­tanz zu den politischen Akteuren. Was ich aber ganz bestimmt nicht meine, ist, dass man schon vom ersten Satz an in einem Artikel merkt, wo die Reise tendenziell hingeht. Türkise ÖVP? – Kann nur schlecht sein! Kurz oder gar Sobotka? – Igitt! Hanger? – Den muss man doch zur Lachnummer der Nation diffamieren! Das ist für mich kein Qualitätsjournalismus.
Nicht, dass Sie jetzt glauben, ich reklamiere dieses Qualitätsprädikat für mich und den „Ybbs­taler“. Wir sind eine Lokalzeitung und spielen in einer anderen Liga, wiewohl ich aber unser Bemühen auch auf lokaler Ebene Qualität in der Berichterstattung zu zeigen, unterstreiche. Ich spreche von manchen großformatigen Tageszeitungen, die sich so gerne gegen den Boulevard abgrenzen, indem sie auf ihre Qualität pochen. Dann sollten diese Chefredakteure nicht dauernd der Versuchung erliegen, die billige Schlagzeile zu reiten und so die kurz’sche Rückkehr zum dramatischen Showdown à la Quentin-Tarantino-Western hochstilisieren.
Ja, wir haben andere Sorgen, um die sich unsere Politik(er) kümmern sollte(n). Friede im Gegensatz zum Krieg (aber auch der soziale), Klima, Arbeit, Wirtschaft, Bildung, Pflege, das sind die Überschriften auf der To-do-Liste und nicht das Schnapserl im Hause Nehammer oder der Skandal-Chat – von wem auch immer.
PS: Im Übrigen halte ich den Vorwurf an Karl Nehammer, auf die Meinung seiner Frau zu hören und sie als Beraterin zu akzeptieren, als extrem frauenfeindlich. Auch wenn Katharina Nehammer keine ausgewiesene Politexpertin wäre (was sie definitiv sogar ist), hat sie als seine Ehefrau Vertrauen verdient und hat als Frau per se eine oft anders geartetes soziales Empfinden und Empathie als Männer.
Pamela Rendi-Wagner ist jedenfalls zu raten, dass sie nie ihren Mann ins Spiel bringt. Eine hochrangige Politikerin, vielleicht dann schon Kanzlerin, die ihren Mann um Rat fragt, was für ein Eingeständnis an Führungsschwäche und Inkompetenz …

Fritz Stummer

 



 

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