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Kolumne

Das Virus ist unser Gegner, nicht die Politiker

Die Corona-Infektionszahlen fliegen uns derzeit exponentiell um die Ohren, dass es einem im wahrsten Sinn des Wortes Angst und Bang werden lässt. Über 3.600 Neuinfektionen an einem Tag ist rund dreimal so viel, wie bei der Pandemie-Spitze im März und April. Ich schreibe diesen Leitartikel am Abend des Nationalfeiertags und das ist deshalb wichtig zu erwähnen, weil bei Erscheinen des „Ybbstalers“ am Donnerstag vielleicht schon alles ganz anders, und leider nur in die eine Richtung, nämlich noch ganz viel schlimmer sein könnte.
Wir alle hätten es wissen können, wenn wir den Warnungen der verantwortlichen Politiker mehr Glauben geschenkt hätten. Kurz, Anschober und Co ließen nie einen Zweifel, dass der Herbst schwierig werden würde, wenn die Temperaturen sinken und sich das gesellschaftliche Leben von outdoor mehr auf indoor verlagern wird. Man beschwor die Eigenverantwortlichkeit, die Hygiene, sprich das Händewaschen, den Babyelefanten und den Mund- und Nasenschutz. Und man appellierte an die Vernunft und die freiwillige Selbstbeschränkung der sozialen Kontakte. Nur leider funktioniert das mit der Eigenverantwortung nicht so recht und so müssen Restriktionen von oben „verordnet“ werden, auch wenn das mit den Verordnungen noch immer nicht so recht klappen will. An dieser Stelle zitiere ich einen Journalistenkollegen, der da meinte „Der Zwang sei halt doch des Österreichers liebste Freiwilligkeit!“
Was geschieht aber in zunehmendem Maße? Nicht das Virus geht uns in erster Linie auf die Nerven, sondern zusehends die Politiker, die allesamt Versager, „Pülcher“ und sowieso vorsätzliche Volksquäler seien. Bei Fernsehdiskussionen gibt es immer mehr Pandemie-Besserwisser, die Politiker, die die Krise zu managen haben, verunglimpfen und allen Ernstes meinen, sie seien nur dazu da, um uns zu schaden. Ganz zu schweigen von den Verschwörungstheoretikern, aber das ist mir zu dumm, mich auf dieses Niveau zu begeben.
Mein klares Bekenntnis zu unseren politisch Verantwortlichen ist sicher nicht parteipolitisch gefärbt und nicht dem aktuellen türkis-grünen Farbenspiel geschuldet. Hätte sich das Virus bereits 2014 von Wuhan aus auf seine Welttournee gemacht, auch Kanzler Werner Faymann, sein Vize Spindelegger und Gesundheitsministerin Oberhauser hätten alles zum Wohle der Bevölkerung getan. Auch der blauen Beate Hartinger-Klein attes­tiere ich, dass sie alles in ihrer Macht getan hätte, um uns vor Corona zu schützen und nicht um uns zu schaden.
Natürlich kann man sich fragen, ob die ergriffenen Maßnahmen die richtigen waren und sind. Dass damit politisches Kleingeld geschlagen wird, ist zwar traurig aber parteipolitisch verständlich. Nur schauen wir doch über die Grenzen. Gibt es ein Land, von dem man sagen kann, die haben es richtig oder besser gemacht? Schweden, mit viel mehr Toten in den Altenheimen? China als totalitäres Land, dem Bürgerrechte sowieso suspekt sind? Italien, Slowenien, ja selbst Deutschland? Überall dasselbe, Restriktionen, Ausgangssperren, Gastronomieschließungen, ganze oder partielle Lockdowns.
Wir müssen uns schon damit abfinden, dass das Virus unser Gegner ist und nicht unsere Politiker. Die kann man mögen oder nicht, aber nicht deshalb, weil sie uns coronatechnisch nur schaden wollen.

Fritz Stummer

 

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