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Magistrat der Stadt prüft sein Sicherheitsrisiko

 Waidhofen. Nach dem Mord am Leiter des Sozialamtes der BH Dornbirn stellt sich auch am Magistrat Waidhofen die Frage nach der Sicherheit der dort
Beschäftigten.

Der tragische Mord am Leiter des Sozialamtes, der sich kürzlich in der Bezirkshauptmannschaft in Dornbirn ereignete, hat österreichweit eine Generaldebatte um die Sicherheit an Behörden und Ämtern ausgelöst. Nach einem Mord in einem Gericht in Niederösterreich wurden schon vor Jahren im Eingangsbereich von Bezirks- und Landesgerichten Sicherheitsschleusen und Personenkontrollen zwingend vorgeschrieben. Das ist allerdings wegen der weit höheren Besucherfrequenz an Bezirkshauptmannschaften und Magistraten wie in Waidhofen schwer möglich. „Wenn wir solche Zutrittskontrollen und Sicherheitsschleusen einführen oder von oben verordnet einführen müssten, dann ist unser Offenes Rathaus Geschichte“, so Bgm. Krammer, der dringend ersucht, in dieser Debatte kühlen Kopf zu bewahren und keine anlassbezogenen „Schnellschüsse“ zu fordern.
Dem Risiko, dass auch am Magistrat einer Statutarstadt mit sensiblen Abteilungen wie Sozialamt, Strafabteilung oder Führerscheinabteilung etwas passieren könnte, ist sich die Stadt durchaus bewusst. Bürgermeister und Magistratsdirektor haben bereits vor einem Jahr ein internes telefonisches Warnsystem und eine Videoüberwachung installieren lassen. „Eine dritte Maßnahme war zusätzlich eine spezielle Sicherheitsschulung für jene Mitarbeiter, die in diesen drei sensiblen Abteilungen arbeiten“, so Magistratsdirektor Christian Schneider.
Dennoch wird die Stadt Waidhofen seine Sicherheitsstruktur evaluieren lassen und ist auch in Kontakt mit den anderen drei Statutarstädten Niederösterreichs und den Landesbehörden. „Natürlich müssen wir versuchen, Risiken dieser Art möglichst gering zu halten. Aber wir müssen uns auch bewusst sein, dass es keinen
100%-igen Schutz vor solchen Straftätern gibt“, so der Bürgermeister.