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Waidhofen für seine Visionen ausgezeichnet

Stadt erhielt Preis für nachhaltige Entwicklung im Rahmen des europäischen Dorferneuerungspreises

Den Hauptpreis beim diesjährigen Europäischen Dorferneuerungspreis, Waidhofen war Vertreter Niederösterreichs, konnte die Stadt, wie in der Vorwoche berichtet, nicht gewinnen, dieser ging an die oberösterreichische Gemeinde Hinterstoder.
Die Stadt überzeugte aber mit seiner „Vision 2030“, einem Strategiekonzept für eine optimierte Stadtentwicklung, die Jury, die Waidhofen den Preis für nachhaltige Entwicklung verlieh. Ebenso wie Hinterstoder ist die Stadt Waidhofen Teil des Netzwerkes der sogenannten „Zukunftsorte“.
Die internationale Jury strich den langjährigen Entwicklungsprozess hervor, „der 1988 in den Katastralgemeinden begann und 1993 einen umfassenden Stadt­erneuerungsprozess induzierte, der in der ambitionierten Vision 2030 mündete – einem hochkarätigen Leitfaden für die gesamte Gemeinde im Bereich Wohnen, Arbeiten und Tourismus, der gemeinsam von Bürgern, Experten und politisch Verantwortlichen formuliert wurde.
Die Umsetzung dieser Vision ist bereits weit fortgeschritten und in einer Vielzahl von Leuchtturmprojekten in den Bereichen Baukultur, Regionalwirtschaft, Kunst und Kultur, zeitgemäßer sozialer Infrastruktur wie auch Ökologie ersichtlich. Herausragend erscheint auch die Installierung eines „Stadtkümmerers“, der die Innenstadt-Unternehmer und die Verwaltung koordiniert und somit zur Innenstadtaufwertung beiträgt.
Generell sind die Offenheit für Heterogenität und Vielfalt, zeitgemäße Beteiligungsstrukturen und breites bürgerschaftliches Engagement sowie das beispielhafte Miteinander von Stadt und Land auf Augenhöhe positiv zu erwähnen“, so die Jury-Begründung im Wortlaut. „Warum Waidhofen diese Auszeichnung verdient? Weil die Stadt Waid­hofen an der Ybbs auf Belebung des historischen Stadtkerns setzt, statt auf der grünen Wiese zu betonieren. Weil sie Bestehendes nutzt und alte Gebäude mit neuen Nutzungen aufwertet. Weil ein eigener Gestaltungsbeirat über die Qualität der Bauprojekte wacht. Weil Kultur, Tourismus und Gewerbe von einem integrierten Stadtmarketing profitieren“, erläutert Josef Mathis, Obmann der „Zukunftsorte“.