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Wacht auf, habt Mut, schafft neue Regeln!

Ein Jahr Klimaproteste in Waidhofen

Ein ganzes Jahr protestierten rund 200 Personen der Waidhofner Zivilgesellschaft für ein glaubhaftes, umfassendes Klimaprogramm zur Erreichung des 1,5° C-Zieles. Jeweils am ersten Samstag jeden Monats führten sie einen Protestzug durch die Innenstadt und verdichteten bei den Kundgebungen ihre Einzelforderungen in vielfältigen Statements, Sketches und Veranschaulichungen. Gefordert wurde von den Verantwortlichen der Politik vor allem die schnelle Umsetzung einer progressiven ökologischen Steuerreform als Hauptwerkzeug zur Eindämmung der fossil bedingten CO2-Emissionen. Weitere Forderungen waren die drastische Eindämmung der viel zu hohen Bodenversiegelung in Österreich, die Besteuerung des Flugverkehrs, neue Mobilitätskonzepte ausgehend vom Vorrang des öffentlichen Verkehrs und des aktiven Fahrrad- und Fußgängerverkehrs, einheitliche Pfandsysteme zur Reduktion des Mülls, die schnelle Realisierung eines Tickets für alle Öffis im Land, Forschungen zur Umsetzung einer Wirtschaft ohne Wachstumszwang und neue Anreizsysteme für
kleinräumige biologische Landwirtschaft.
Am Samstag, 7. März, entrollten die Aktivisten vom mittelalterlichen Stadtturm mithilfe von Greenpeace ein Transparent mit ihrem Hauptanliegen. In direkter Anspielung an die jahrhundertelange Tradition, wonach die Nachtwächter von diesem Turm aus die Bevölkerung der Stadt vor akuten Gefahren warnten, richteten sie eine „Klimawächterwarnung“ an die Politik und Öffentlichkeit: „Hört Ihr Leute, lasst Euch sagen, die Klima-Uhr wird zwölf bald schlagen. Einen wirksamen Klimafahrplan für alle, sonst tappen wir in die Hitzefalle. Wacht auf, packt an, schafft neue Regeln, an den Meeren steigen schon die Pegel. Öffnet Herzen, Hirn und Hand, fährt den Planeten nicht an die Wand. Alle zusammen, niemand schert aus, so retten wir Klima, Natur, die Stadt und das Haus.“ Trommelrhythmen, Mutgesänge, mitreißende Reden und eine Motorsäge, mit der die „lange Bank“ in der Klimapolitik abgeschnitten wurde, untermalten das Finale der Protestreihe mit viel Leidenschaft und positiver Emotion.
Mit über 1.500 postalischen Briefen übermittelten die klimabesorgten Bürgerinnen und Bürger ihre Forderungen und ihre Ermutigungen an Bundeskanzler, Parlamentspräsident, Finanzminister, Landeshauptfrau, regionale Parlamentsabgeordnete, Umweltminister, Landwirtschaftsminister, Bürgermeister und EU-Verantwortliche.
Um ihre beharrlichen Aktionen für einen schnell wirksamen Klimaschutz an die aktuellen Erkenntnisse der Klimawissenschaft rückzubinden, luden die Aktivisten in Kooperation mit der Stadtgemeinde und anderen Mitveranstaltern am Freitag, 6. März, Prof. Helga-Kromp-Kolb zum Vortrag nach Waidhofen. Im berstend vollen Saal konnten sich über 250 Interessierte davon überzeugen, wie entscheidend der Kampf für das 1,5° C-Ziel sei: „Eine Welt mit 1,5° C-Erwärmung ist längst kein Paradies mehr. Es besteht aber die begründete Chance, dass bei Erreichung dieses Zieles das Klima noch stabilisierbar sein wird. Ab zwei-Grad-Erwärmung muss aufgrund der zusätzlichen Kippeffekte mit einer permanenten Weitererwärmung mit gravierenden Auswirkung auf Mensch, Flora und Fauna gerechnet werden, die niemand ernsthaft wollen kann“, so die Wissenschafterin bei ihren pointierten Ausführungen.
Bei der im Mai angesetzten Waidhofner Klimakonferenz werden die aktiven Klimaschützer der Region die bisherigen Proteste ernsthaft reflektieren und überlegen, wo und wie die Zivilgesellschaft am wirksamsten den Klimaschutz voranbringen kann – sei es mit weiteren Protestaktionen, Umsetzung lokaler Projekte oder politischer Teilhabe.

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V.l.n.r.: Raphael Kössl, vorne Franz Kössl, Jakob Kössl, Julia Bösendorfer, Sänger Markus Popp, Klimaforscherin Dr. Helga Kromp-Kolb und Bürgermeister Werner Krammer © Magistrat
Vorerst zum letzten Mal zogen die Klima-Aktivisten durch die Waidhofner Innenstadt

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