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Verhandlungen über Grundablöse für das Tunnelbauprojekt laufen

Weyer:

Zwei Umfahrungstunnel mit 65 m und 612 m Länge sowie einige Verkehrsinseln (Kreisverkehre) bei den Ausfahrten der Tunnels sind fix geplant, um endlich den Marktbereich Weyer und das Nadelöhr im Unteren Markt vom Durchzugsverkehr zu entlasten.
Die Trassenführung sieht eine Verlagerung der bestehenden Bundesstraße B 121 vor und schwenkt in Fahrtrichtung Waidhofen beim Innerberger Stadel nach rechts ab. Im Bereich des errichteten Dienstleistungszentrums Weyer, Feuerwehrzeugstätte und Bauhof, durchsticht die neue Straßenführung mittels eines 65 Meter langen Kurztunnels den Kirchberg. Bei der Kreuzung der neuen Trasse mit der Hollensteiner Straße wird ein Kreisverkehr gebaut. Dann taucht die Fahrbahn unter die Erde in einen 612 Meter langen Tunnel ab, der zwischen der A1-Tankstelle, die dem Projekt weichen muss, und dem Uni-Markt wieder ans Tageslicht trifft und mit einem weiteren Kreisverkehr in die bestehende Bundesstraße einmündet.
Es wurden bereits Probebohrungen vorgenommen und es laufen die Grundablöseverhandlungen mit den betroffenen Liegenschaftsbesitzern durch das Land Oberösterreich für das bis zu 45 Millionen € teure Projekt, sodass das Projekt als fertig geplant und ausführungsreif bezeichnet werden kann. Bgm. Gerhard Klaffner, der sich für diese Umfahrungsvariante aussprach, möchte sich aber nicht endgültig auf einen Bauzeitpunkt festlegen, solange keine schriftliche Projekt- und Ausführungszusage seitens des Landes Oberösterreich vorliegt.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die vorgesehene Umfahrung. Es gab aber unter den Weyrer Bürgern auch andere Meinungen, die sich nicht unbedingt für den Tunnelbau aussprachen. Die Verkehrsentlastung wäre zwar für alle wünschenswert, aber es mussten auch die Einwendungen derer berücksichtigt und ausgeräumt werden, die sich gegen die Tunnellösung gewehrt haben. Bei den Grundablösen unter den rund 10 bis 15 Besitzern möchten einige ihr Grundstück und Haus nicht abgeben, andere sind jedoch erfreut, dass ihre leer stehenden Liegenschaften abgelöst werden. Unmut kam auch von angrenzenden Hausbewohnern, die neben den Tunnelausfahrten ihre Liegenschaft haben, weil sie verstärkten Straßenlärm befürchten. Manche Gewerbetreibende hatten Bedenken, dass der leere Marktplatz dann Geschäftseinbußen verursachen könnte.
Der geplante, große Umbau bringt daher sowohl Schattenseiten als auch positive Auswirkungen mit sich und nur ein Miteinander kann zum lösbaren und für alle verträglichem Ergebnis führen.

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