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Theaterspaß im Käfig voller Narren

Erfolgreiche Premiere der Schlosshofspiele mit viel Prominenz und einem Volksbühne-Ensemble in bester Spiellaune

Das Wetter spielte am vergangenen Freitag, 7. Juni, perfekt mit und so stand einer erfolgreichen Premiere der diesjährigen Schlosshofspiele nichts mehr im Wege. Vor ausverkauftem Haus zeigte sich das Ensemble der Volksbühne in bester Spiellaune und ließ die Boulevardkomödie „Ein Käfig voller Narren“ zu einem ganz besonderen Theatererlebnis werden. Das Stück ist natürlich gekennzeichnet von der Anzüglichkeit des Travestiemilieus und einer charmanten Frivolität, die eben Männer in Frauenkleidern so ausstrahlen.
In den beiden Hauptrollen entledigen sich Paul Konecny als Nachtclubbesitzer Georges und Gottfried Prinz als sein Lebenspartner Albin in großer schauspielerischer Klasse der sensiblen Aufgabe. Aber neben diesen beiden Akteuren besticht diese Inszenierung vor allem mit einer einheitlich geschlossenen Ensembleleistung. Nach anfänglichen, dramaturgisch bedingten Längen, in denen sich das Stück erst entwickeln muss, nimmt die Komödie in vier Akten zusehends Fahrt auf und das Finale wird zum Traves­tie-Showdown schlechthin. Köstlich wie wertkonservative Provinzpolitiker voll Panik lieber in Frauenkleider schlüpfen, nur um ihren vermeintlich „guten Ruf“ nicht zu beschädigen. Susi Leonhartsberger und Otmar Pils sind in diesen Rollen der erzkatholischen Konservativen eine Idealbesetzung. Köstlich auch die Entourage des Etablissements „Ein Käfig voller Narren“ wie das herrlich schwule Hausmädchen Jakob, voll Hingabe gespielt von Christoph Hagen, oder Günter Königswenger als zwei Meter große Tunte Mercedes. In weiteren Rollen Lukas Lengauer und Jana Recinsky als verliebtes Pärchen, das mit ihrem Heiratswunsch ja erst die desaströsen Verwicklungen auslöst. Manuela Eichleter ist als leibliche Mutter Simone so etwas wie die einzig „Normale“ im ganzen Stück. Daniel Aspalter, Thomas Krall und Max Bernreitner vervollständigen das Ensemble, das, wie gesagt, mit der geschlossenen schauspielerischen Leistung viel zu Erfolg dieser Produktion beiträgt.
Regie führte wie schon bei „Den Unteren Zehntausend“ oder bei „Lumpazivagabundus“ Regieprofi Klaus Haberl, die musikalische Leitung lag wieder in den bewährten Händen von Martina Ackerl.
Nach der Premiere lud die Volksbühne wieder zum bereits traditionellen Get-together, bewirtete das diesmal äußerst prominent besetzte Premierenpublikum und lud im Anschluss zu einer langen, lauer Sommernacht unter Theaterfreunden.

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Weitere Aufführungstermine, jeweils um 20.00 Uhr im Schlosshof am:Weitere Aufführungstermine, jeweils um 20.00 Uhr im Schlosshof am:
Freitag, 14. JuliSamstag, 15. JuliDienstag, 18. JuliMittwoch, 19. JuliFreitag, 21. JuliSamstag, 22. JuliDienstag, 25. JuliMittwoch, 26. JuliFreitag, 28. JuliSamstag, 29. Juli
Kartenvorverkauf im Tourismusbüro Waidhofen, Schlossweg 2 oder bei Ö-Ticket, Reservierungen unter tickets@wy-volksbuehne.at oder 0676/360 65 22.

Viel Prominenz kam zur Premiere. V.l.n.r.: NRAbg. Andreas Hanger, LAbg. Anton Kasser, „Madame“ Christoph Marcik, LAbg. Michaela Hinterholzer und BR Andreas Pum.
Und zum großen Finale tragen dann schließlich alle Frauenkleider.
Gottfried Prinz ist ein hinreißender schwuler Albin.
Günter Königswenger als etwas „massive“ Tunte Mercedes
Paul Konecny alias „Georges“ und Christoph Hagen als „Jakob“.