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Starke Träume und brutale Realität

Beeindruckendes Weltladenmusical

Eine unter die Haut gehende Botschaft für die Würde und Rechte aller Kinder dieser Welt brachte die Preda-Schauspieltruppe unter ihrem Direktor Daryl Jade Abaya am 13. September im Plenkersaal auf die Bühne. Der Weltladen und die Fairtrade-Gemeinde Waidhofen hatten im Rahmen der Gesundheitstage zum Musicaldrama „Once we had a dream“ eingeladen. 280 Besucherinnen und Besucher folgten gebannt der gnadenlosen Offenlegung von sexueller Kinderausbeutung und Kinderhandel auf den Philippinen sowie im internationalen Sexgeschäft. Eröffnet wurde das von sechs Akteuren vorgetragene Stück mit einer gesanglichen Liebeserklärung an ihr schönes Heimatland: „Für uns ist dies alles so belebend, es verschafft uns neue Blickwinkel. In diesem Paradies ist die Luft so klar und wir wollen, dass es so bleibt“. Die brachialen Machtmethoden von Bergwerksunternehmen trüben das Idyll ländlicher Schönheit aber zunehmend. Es wurde gezeigt, wie durch deren Umweltkatastrophen, fehlende Entschädigungen und Schuldabhängigkeit Familien gezwungen sind, ihre Jugendlichen zum Gelderwerb in die Sexindus­trie zu schicken. Bei aller Dramatik ihrer Darstellung der konkreten Ausbeutung in der Kinderprostitution ließen die 15- bis 24-jährigen Schauspieler und Schauspielerinnen enormen Lebenswillen und visionäre Kraft aufblitzen. Damit vermittelten sie auf beeindruckende Weise das Grundanliegen des Preda-Sozialprojektes nordwestlich von Manila, das seit rund 40 Jahren für den Schutz betroffener Kinder und deren Ermächtigung zu einem selbstbestimmten Leben kämpft. Das Weltladenteam bot den Gästen nach der Aufführung ein reichhaltiges Buffet mit Mangoprodukten an. Mangos werden im Predaprojekt seit 18 Jahren zu vielfältigen Haltbarkeitsprodukten verarbeitet, die über den Fairen Handel den Kleinbauernlieferanten und dem Projekt selbst einen guten Ertrag zukommen lassen. Am Buffet wurde noch intensiv über die tiefe Betroffenheit, die das Stück ausgelöst hat, ausgetauscht. Verena Anger und Raphael Kößl dankten im Namen des Weltladenteams Stadträtin Beatrix Cmolik für die erfolgreiche Kooperation mit der Stadtgemeinde, die sich ihrerseits sehr erfreut über den großartigen Besuch zeigte. Der Schlussappell des Stücks hat sich wohl bei allen im Saal eingebrannt: „Wir träumen von einem glücklichen Leben ohne Gewalt und Missbrauch, in dem unsere Würde und Rechte akzeptiert werden. Helfen wir uns gegenseitig, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Für die Kinder dieser Welt lasst uns zusammenstehen und die Weltverändern!“

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Die Akteure der philippinischen Preda-Akbay-Schauspieltruppe bei der Eröffnung ihres Musical im Plenkersaal zVg