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Problemzone Hoher Markt

Waidhofen. Bgm. Werner Krammer informierte die Mitglieder des Stadtmarketings über die neuen Entwicklungen in der Stadt.

In einem Jour fixe tauschen sich in regelmäßigen Abständen die Vertreter des Magistrats mit den Wirtschaftstreibenden der Stadt aus und besprechen die aktuellen Themen. Am Dienstag dieser Woche informierte Bgm. Krammer die Vertreter des Vereins Stadtmarketing über diverse Projekte in der Innenstadt.
Als eines der vordringlichsten Probleme, die es zu lösen gilt, ist dabei der Hohe Markt, der sich schon seit Jahren als Stiefkind der Innenstadt mit wenig Kundenfrequenz und einigen Leerständen darstellt. Der Bürgermeister informierte, dass sich ein Expertenteam im Detail mit den einzelnen Objekten und den Gegebenheiten befasste und Ende April nun ein erstes Konzept in der Steuerungsgruppe präsentiert wird. Eine Vorstellung im größeren Rahmen soll Mitte/Ende Mai erfolgen. Krammer berichtete, dass drei Schlüsselobjekte in diesem bereits vorliegenden Rohentwurf festgelegt wurden, dazu zählt unter anderem das Volksheim mit der derzeit geschlossenen Lokalität „Weißes Rössl“ und das Gebäude, in dem das „JUSY“ untergebracht ist. Seitens der Stadt wird sich der neue Innenstadtentwickler Kurt Hraby im Besonderen darum kümmern und mit den Liegenschaftsbesitzern Gespräche über Entwicklungsmöglichkeiten am Hohen Markt führen.
Weitere Themen, die in dem Informationsgespräch angesprochen wurden, waren das Sicherheitszentrum beim Lokalbahnhof, die in Kürze anstehende Sanierung der Schwarzbachbrücke, die erhebliche Verkehrsbehinderungen im Bereich der nördlichen Stadteinfahrt mit sich bringen wird, oder der Umbau des Bezirksgerichts, das ja wieder zurück in die Stadt geholt werden konnte und nun aus- und umgebaut werden muss.

Der Hohe Markt ist derzeit eine Problemzone in der Waidhofner Innenstadt.

Neue Regelungen für das Parken in der Innenstadt
Bgm. Krammer informierte weiters über geplante Änderungen beim Parken in der Innenstadt. Wie „Der Ybbstaler“ bereits berichtete, werden Autolenker, die nicht ordnungsgemäß ihr Fahrzeug in der Innenstadt abstellen rigoros von einem Waidhofner Mitbürger angezeigt. Dabei macht der selbsternannte Parksheriff Fotos von den Fahrzeugen und dokumentiert alles mit Uhr und Maßband. Allein in den vergangenen Wochen hatte der Magistrat 136 Anzeigen zu bearbeiten. Das Problem dabei ist, dass die Innenstadt aus optischen und denkmalschützerischen Überlegungen nicht ganz gemäß der Straßenverkehrsordnung beschildert und mit Bodenmarkierungen versehen ist. Um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, beauftragte der Bürgermeister einen Markierungsplan zu erstellen, der Gesetzeskonformität herstellen soll. „Wir hoffen, mit dem Einsatz von sparsamen Bodenmarkierungen auszukommen und so weitgehend auf Verkehrszeichen und Hinweisschilder verzichten zu können, die optisch das Stadtbild noch weit mehr stören“, so Krammer.
Radarmessungen werden an Privatunternehmen vergeben
Nicht nur der ruhende Verkehr wird in Waidhofen von Neuerungen betroffen sein, sondern auch der fließende. Bgm. Krammer teilte mit, dass die Stadt ein privates Unternehmen beauftragen wird, mobile Radarmessungen in der Stadt durchzuführen. Nach einer Gesetzesänderung ist dies nun möglich. Im Auftrag der Stadt wird das Unternehmen, vor allem in den Problemzonen in den Siedlungsgebieten in Zell, aber auch bei den Stadtaus- und -einfahrten Geschwindigkeitsmessungen vornehmen. Die Messungen werden bereits im Mai beginnen.