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Prachtvolle Klangträume

Orgelmittagkonzert in der Basilika mit Organist Alfred Halbartschlager, Flötistin Julia Berger und Cembalistin Lisa Berger
Das Orgelmittagkonzert in der Basilika Sonntagberg am Sonntag, dem 6. August, war für die zahlreichen Besucher ein ganz großes Klangerlebnis. Was da an Klangschönheit vom großartigen Organisten Alfred Halbartschlager und der perfekten Cembalistin Lisa Berger gemeinsam mit der tonschönen Flötistin Julia Berger hervorgebracht wurde, das war von solcher Wucht und Schönheit, dass man nur betört staunen durfte.

Der Organist Alfred Halbartschlager sowie Flötistin Julia Berger und Cembalistin Lisa Berger in der Basilika Sonntagberg.

Das Konzert begann mit dem Concerto in G von J. S. Bach nach dem Concerto von J. E. von Sachsen Weimar. Ein flottes Werk, das mit Spielfreude, phänomenaler Technik und ansprechender Musikalität vom Organisten wiedergegeben wurde.
Dann spielte Alfred Halbartschlager mit der Cembalistin Lisa Berger das Concerto für Cembalo und Orgel von Padre Antonio Soler. Die liebliche, spritzige Musik in der Mischung von Cembalo und Orgel ergab einen ganz eigenen Reiz. Tänzerisch kam das Stück daher und leichtfüßig gab sich das Menuett.
Als dann alle drei Instrumente im „Prelude“ aus der Suite Antique von John Rutter, einem Gegenwartskomponisten, erklangen, wurde das Klangerlebnis gesteigert. Die wunderbare Musik füllte den Raum, über Cembalo und Orgel schwelte die Flöte mit markantem und wundervoll rundem Ton. Julia Berger beherrscht ihr Instrument perfekt und entwickelte in der Akustik der Basilika einen berückenden Tonklang. Dieses Stück war ein Klangerlebnis besonderer Qualität.
Heiter war dann das Werk von P. J. Blanco, das Concerto in G für Orgel und Cembalo. Die Orgel ging voran, es folgte füllig und verklärt das Cembalo und der Wechsel der beiden Instrumente ergab wunderbare Schattierungen. Ein temperamentvolles Werk, reizvoll und effektvoll.
Zum Abschluss ließ Alfred Halbartschlager im Konzert für Querflöte und Orgel von J. Ch. H. Rinck so recht die Flöte von Julia Berger über der Orgel singen. Dabei kam die Orgel mächtig und im vollen Pleno dazwischen durch. Die beiden Instrumente ergänzten einander harmonisch. Die Flöte einschmeichelnd und locker, die Orgel prachtvoll und mächtig. Ein dichtes Werk mit überzeugender Wirkung!
Das Orgelmittagkonzert der Künstler wurde von den begeisterten Zuhörern als besonderes Ereignis gefeiert und so war eine Zugabe eine Selbstverständlichkeit: Die zwei Musikerinnen und der Organist spielten eindrucksvoll noch einen Satz aus der Suite Antique von J. Rutter.