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Pianist Helbock sprengte alle Hörgewohnheiten

Konzertnachkritik über Jazzpianist David Helbock:
Mit berühmten Filmmelodien geht er an Grenzen, um über sie hinauszugehen

Der ungewöhnliche Vorarlberger Pianist Helbock präsentierte am 23. November im Waidhofner Kristallsaal live seine neueste CD „playing John Williams“. Der Oskar- und Grammy-prämierte US-amerikanische Hollywoodklangmaler John Williams (87) schrieb die Musik zu den Verfilmungen von Harry Potter, Der Weiße Hai, Indiana Jones, Schindlers Liste, Jurassic Park oder Starwars. Eine Musik, die David Helbock nicht mehr losließ, seit er das Kino für sich entdeckte. Er setzte sich ans Klavier und hat diese Musik auf seine ganz persönliche Art bearbeitet und improvisatorisch weiterentwickelt, ohne dass die jeweils signifikante Melodie verlorengeht und immer wieder erkennbar bleibt und eingebettet ist zwischen formal Vorbedachtem und spontan aus dem Augenblick Gefundenem. Entstanden ist somit eine etwas verquere Herangehensweise an die berühmten Filmsoundtracks. Statt die Hörerschaft zu verschrecken oder zu verstören, macht er sich auf die Suche nach einer neuen Form der Filmmelodien auf der Grundlage minimal suggestiver repetitiver Muster mit überraschenden harmonischen Brüchen. Er arbeitet dabei mit so einfachen Mittel, indem er z. B. nur ein Handtuch auf die Klaviersaiten legt und so den Klangeffekt verändert. Das schönste Stück an diesem Abend und so auch auf der CD war die ganz besonders individualsolistische Interpretation von Steven Spielbergs Oskar-Meis­terwerk „Schindlers Liste“. Diese Musik ist so unfassbar schön und bewegend, dass immer Kitsch-Gefahr droht – Helbock spielt sie mit viel Feingefühl und ohne plumpe Sentimentalität. Auch Filmthemen wie „Catch Me If You Can“ oder „Hedwig´s Theme“ hat der permanent eine Strickmütze tragende Piano-Neuerer mit wagemutigstem Jazz-Touch interpretiert. Helbock setzt neue Akzente in der Jazzgeschichte und gibt der Musikentwicklung richtungsweisende Perspektiven. Er beschäftigt sich viel mit Philosophie und Jazz ist für ihn eine Geisteshaltung; das spürt man als Zuhörer und man hört aus seiner Musik eine radikal widerständige Ästhetik über das Kommerz-Kalkül eines neuen Jazz- Biedermeiers heraus, aber auch einen gediegenen Kontrapunkt zum Hardcorefreejazz. Musikalische Regelverletzungen und Normverstöße sind für Helbock o.k., Risikobereitschaft auch, das hört man, wie er mit den Filmmusiken umgeht, und man hört und spürt auch seine Weigerung, sich auf Standards festlegen zu lassen. Einige Male habe ich mir beim Konzert gedacht, spiel´ doch ganz einfach diese schönen Melodien und verhunze sie nicht dauernd mit diesen komischen Verfremdungseffekten! So hab´ nicht nur ich gedacht, da bin ich mir sicher. Aber Helbock blieb unerbittlich seiner Linie treu und hat einfach das „Reinheitsgebot“ außer Acht gelassen. Er stieß so manche im Publikum rücksichtslos aus ihren Hörgewohnheiten. Was uns an diesem Abend im Kristallsaal am Bösendorfer vorgeführt wurde, lässt sich so bündeln: An Grenzen gehen, über Grenzen hinaus gehen, um sie hinter sich zu lassen. Das hat uns mehr oder weniger eingefleischten Jazzfreunden wieder einmal gezeigt, dass Jazz immer seine neuen Propheten haben wird – seine Heiligen wie auch seine Narren.
Robert Voglhuber

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Pianist Helbock (l.) präsentierte seine neueste CD, die sich Mag. Robert Voglhuber signieren ließ.
Pianist David Helbock

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