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Nationalpark erhält höchste Auszeichnung

Österreichs Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt

5.250 Hektar alte Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen und 1.965 ha im Wildnisgebiet Dürrenstein sind Österreichs erstes Weltnaturerbe.
Umweltminister Andrä Rupprechter teilte kürzlich mit, dass das UNESCO-Welterbekomittee in Krakau bekanntgegeben hat, dass der Urwald Rothwald (NÖ) und Teile des Nationalparks Kalk­alpen (OÖ) mit anderen Wäldern Europas zum UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ erhoben werden. Der unter Federführung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft abgewickelte Zertifizierungsprozess konnte somit positiv abgeschlossen werden. „Ein großer Erfolg für den österreichischen Naturschutz, das Prädikat Weltnaturerbe zeigt eindrucksvoll, welch einzigartige Naturschätze wir in unserem Land beheimaten“, wurde der Minister in seiner Aussendung zitiert.
Mit der Entscheidung werden erstmals Schutzgebiete aus Österreich in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen, wie der Yellowstone National Park, die Galapagos-Inseln oder die Südtiroler Dolomiten. Der Erfolg in Krakau ist durch ein enges Zusammenwirken der österreichischen Delegierten des Bundes, der Österreichischen UNESCO-Kommission, der Behörden in den in den Bundesländern und von lokalen Fachexperten möglich geworden.

Herbstlicher Fichten-Tannen-Buchenwald, eine Besonderheit des Nationalparks Kalkalpen, das gemeinsame Auftreten von Buche, Fichte und Tanne innerhalb eines Bestandes

Nicht von ungefähr ist die Region (Gesäuse, Kalkalpen, Wildnisgebiet – Dürrenstein) von ALPARC als Pilotregion des ökologischen Verbundes in den Alpen ausgezeichnet worden. Dieses Projekt zielt darauf, die einzigartige Biodiversität in den Laubmischwäldern langfristig zu erhalten und durch ökologische Vernetzung den Austausch der Arten zu sichern.
Die Eisenwurzen erfährt durch die Welterbeauszeichnungen eine enorme Aufwertung. Österreich kann stolz darauf sein, dass sich solch ein Schatz im Land befindet. Umso mehr muss man nun danach trachten, dass die Naturschutzgebiete mit einem Naturschutzkorridor verbunden werden. Gerade in Zeiten des Klimawandels muss Pflanzen und Tierarten ein Wandern in höhere Lagen ermöglicht werden.
Mit einem Temperaturanstieg von durchschnittlich 2° C erhöht sich die Waldgrenze um knapp 600 Höhenmeter. Vermutlich wird die durchschnittliche Temperaturerhöhung bis zum Ende des Jahrhunderts erheblich darüber liegen.