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Miteinander . Zukunft . Vorausdenken

Neujahrsempfang der Stadt mit Trendforscher Matthias Horx

„Miteinander Zukunft vorausdenken“ lautete das Motto beim diesjährigen Neujahrsempfang, zu dem die Stadt am Freitag, 5. Jänner, in den Plenkersaal geladen hatte. Bgm. Werner Krammer setzte als Gastgeber dabei den Fokus ganz auf jene Herausforderungen, denen sich die Stadt aber auch die gesamte Region in Zukunft stellen muss. Dieser Themenstellung war es auch geschuldet, dass der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx für das Gastreferat engagiert wurde. Der renommierte deutsche Wissenschaftler, der aber seit vielen Jahren in Österreich lebt und arbeitet, stellte seinen Vortrag unter den Titel: „Progressive Provinz“ und befasste sich darin mit den Aspekten des Megatrends „Urbanisierung“ hin zu Mega-Citys und die Auswirkungen für die Räume, die von Abwanderung betroffen sind. Horx betonte aber auch das Momentum, dass in jedem Trend auch ein Gegentrend innewohnt und der Trend hin zu urbanen Strukturen, zu sozialer Dichte oder zu Mobilität und breitem Angebot schnell auch in einen Gegentrend umschlagen kann. Auf diesen Gegentrend muss aber die „Provinz“ vorbereitet sein, um davon profitieren zu können. Horx nennt dazu auch Punkte, die zu erfüllen sind. So muss eine Provinz, die sich als progressive Provinz in Stellung bringen möchte, ihre Heimkehrer aktiv betreuen, um deren Potenzial zu nutzen. Sie sollte lokale Visionäre (auch schräge Querdenker) fördern und nicht verhindern, sollte ein unverwechselbares „Branding“ der Stadt, der Region verleihen und sich mutige Projekte zutrauen (Horx zeigte sich vom Glaskubus auf dem Schlossturm begeistert). Weltoffenheit, der Wille zur Umsetzung sowie Selbstvertrauen und Jammerverzicht waren weitere Punkte in der horxschen Lehre von der „Progressiven Provinz“.
Bevor der Zukunftsforscher sein Referat hielt, ging Bgm. Krammer in seiner Ansprache auf die dringend notwendige Kooperation aller Gemeinden der Region ein. „Als Einzelkämpfer können wir unmöglich die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, bewältigen“, so Krammer, der auch Sprecher der Kleinregion Ybbstal ist. Viel Positives ist in der Region bereits durch Kooperationen gelungen und Krammer nannte dabei den Ybbstalradweg oder die Crowdfunding-Kampagne zur Rettung des Skigebiets Forsteralm. „Wir müssen unsere Chancen erkennen, eine solche ist derzeit der sogenannte „Zukunftscampus“, der auf dem Bene-Areal in Zell entsteht. Hier wird zwischen den Gemeinden optimal über den Wirtschaftspark kooperiert, aber auch mit den Betrieben der Region und offiziellen Institutionen. Wir sind da auf einem sehr guten Weg und 2019 sollte mit der konkreten Umsetzung begonnen werden können“, so Krammer.
Nach den Referaten des Waidhofner Bürgermeisters und des Zukunftsforschers Horx lud der Moderator des Abends Tom Bläumauer einige Bürgermeister aus dem Ybbstal zur Diskussionsrunde. Über ihre positiven Erfahrungen mit der gelebten Zusammenarbeit zwischen den Ybbstalgemeinden kamen die Bürgermeis­ter von Lunz Martin Ploderer, Hollenstein Manuela Zebenholzer, Allhartsberg Anton Kasser und auch Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer zu Wort. Nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs, der von einem Bläserensemble des Musikschulverbands musikalisch gestaltet wurde, lud die Stadt die Gäste zu einem rustikalen Buffet, das von Ybbstaler Bäuerinnen mit viel Liebe zubereitet wurde.

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Sich gemeinsam in der Region weiterentwickeln! V.l.n.r.: Bgm. Thomas Raidl, Bgm. Günther Kellnreiter, Bgm. Fritz Fahrnberger, NRAbg. Andreas Hanger, Gastgeber Bgm. Werner Krammer, Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, LAbg. Anton Kasser, Bgm. Manuela Zebenholzer, Bgm. Martin Ploderer, Bgm. Claudia Fuchsluger, Präsident des Landesschulrates Hans Heuras und Bgm. Johann Spreitzer
Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx referierte zum Thema „Progressive Provinz“