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„Lasst mich den Tristan auch singen!“

Rotaryclub Waidhofen-Amstetten lud zum Benefizkonzert mit Weltstar Günther Groissböck in den Plenkersaal

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Plenkersaal am vergangenen Samstagabend. Anlass war das alljährliche Benefizkonzert zu dem der Rotaryclub Waidhofen-Amstetten auch heuer wieder geladen hatte und dazu einen absoluten Weltstar der Oper, Günther Groissböck, gewinnen konnte. Der gebürtige Waidhofner stellte sich, wie er selbst sagte, gerne in den Dienst der guten Sache und sang, an einem fast als denkwürdig zu bezeichnenden Abend, ein Programm das sich ausschließlich mit dem Opernwerk von Richard Wagner befasste. Wagner, bekannt für seine legendären Basspartien, ist einer der Lieblingskomponisten Groissböcks und seine herausragenden stimmlichen Möglichkeiten prädestinieren ihn zu einem Wagnersänger, was auch sein oftmaliges Engagement in Bayreuth unter Beweis stellt.
Kongenial am Klavier begleitet von Pianist Manfred Schiebel ging Günther Groissböck schöpfungschronologisch das Werk Wagners durch, beginnend mit der ersten großen Oper des deutschen Musikgenies „Der fliegenden Holländer“. Günther Groissböck, der mit seiner ihm eigenen und bekannten Bühnenpräsenz und unüberbietbarer Stimmgewalt sein Auditorium vom ersten Ton an in seine Bann zog, begeisterte aber nicht nur sängerisch, sondern auch als Moderator des Abends. Das Verständnis um Wagners Genie und das Ausräumen von klassischen Vorurteilen über Schwere und Länge wagnerscher Kompositionen war ihm offensichtlich ein besonderes Anliegen und so wurden seine charmanten, bisweilen humorvollen Kommentare in der Art eines jungen Marcel Prawys ebenso zum Genuss wie seine gesanglichen Darbietungen. Nach dem Holländer folgten Arien aus Tannhäuser, Lohengrin, den Meistersingern, Tristan und Isolde sowie Parsifal und dem Ring des Nibelungen als absolute Krönung. Bemerkenswert auch seine Offenheit über sein ab 2020 in Bayreuth laufendes „Projekt“, den Tristan zu singen. Groissböck hat für diese Traumrolle der Opernliteratur bereits einen Vertrag im Wagner-Mekka Bayreuth bis 2024 unterschrieben und sah in diesen Benefizabend in seiner Heimatstadt eine gute Gelegenheit, diese für eine Bassstimme extrem schwierige Rolle, die er noch nie an Opernhäusern sang, zu erproben. Dieser „Probelauf“ ist mehr als nur gelungen und jeder im Plenkersaal war sich nach zwei Stunden höchster Wagner-Qualität über die Denkwürdigkeit dieses Abends bewusst.
Nach dem Konzert dankte Rotary-Präsident Wolfgang Mair Günther Groissböck und seinem Begleiter am Klavier für dieses so herausragende Konzert und erläuterte den Gästen des Abends die Verwendung der Einnahmen aus dem Benefizkonzert. Der Rotaryclub Waidhofen-Amstetten wird mit dem Erlös erneut ein besonderes Schulprojekt unterstützen. „Aufschwung“ ist eine Initiative die vom Rotaryclub Waidhofen-Amstetten seit vier Jahren in der NMS Zell gemeinsam mit der Caritas umgesetzt wird, das Schülern, die unter schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen aufwachsen, Hilfestellungen
bietet.
Nach dem Konzert luden die Rotarier zum Get-together und bewirtete die geladenen Konzertbesucher im Foyer des Plenker Schulzentrums.

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Rotarypräsident Wolfgang Mair bedankte sich mit Blumen bei Günther Groissböck für diesen denkwürdigen Abend im Plenkersaal.
V.l.n.r.: P. Franz Hörmann, RC-Präs. Wolfgang Mai, Günther Groissböck, Manfred schiebel, Bgm. Werner Krammer und Max Hartner
Boten zwei Stunden Wagner auf höchstem Niveau – Günther Groissböck (r.) und Pianist Manfred Schiebel (l.)