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Kunst auch als Wagnis sehen

Neue Ausstellung in der Stadtgalerie Waidhofen verlangt einen sehr offenen Zugang zum Kunstbegriff

Ein Künstlerkollektiv aus Düsseldorf ist der Gestalter der neuen Ausstellung in der Stadtgalerie, die am Freitag, 2. Juni, im Rahmen einer Vernissage von Bgm. Werner Krammer eröffnet wurde. Vier junge Künstlerinnen, Liza Dieckwisch, Ae Ran Kim, Jungwoon Kim und Klara Paterok, sie wohnen und arbeiten gemeinsam in einer Atelierwohnung in Düsseldorf, präsentieren dabei Arbeiten und Rauminstallationen, mit denen sie den sehr geradlinigen Ausstellungsraum mit dem markanten schwarzen Boden sehr individuell bespielen. So wird auf dieser glänzend schwarzen Fläche verschütteter Kristallzucker mit unterschiedlichen Versatzstücken bestückt und so zur Kunstinstallation. Der Zugang zur Kunst der vier Künstlerinnen verlangt eine gewisse Offenheit und die Erkenntnis, dass Kunst auch als Wagnis zu sehen sein kann. Zum sicherlich nicht einfach zugänglichen Œuvre der vier sprach bei der Eröffnung die aus New York stammende Kunsthistorikerin Dr. Renée Gadsden. Ihre Ausführungen waren für die Vernissagenbesucher hilfreich, den Zugang zu dieser Art Kunst zu finden. „Künstlerische Arbeiten dieser Art und Qualität findet man sonst nur auf internationalen Events wie der Dokumenta in Kassel und Athen oder auf der Biennale in Venedig“, so die Spezialistin für moderne Kunst aus den USA. Auch Bgm. Krammer sprach in seiner Eröffnungsrede die Offenheit an, die es gilt, eben bei der Konfrontation mit Kunst an den Tag zu legen gilt. Die Ausstellung ist bis 25. Juni in der Stadtgalerie zu besichtigen.

Rauminstallation mit Kristallzucker