Aktuelles Abo Babies Service Kolumne Headline Wetter Starkbier für alle Medaillenregen bei der Honigolympiade Antreten bei prima la musica im Burgenland Proteste für unser Klima WIR gewinnt – Landjugend im Rampenlicht Waidhofner Jagdhornbläser begeisterten in Osttirol 150 Jahre eigenes Statut Eingang zur Post defekt – Kunde eingeschlossen Ulrich Kromoser erhiehlt Wanderpokal Den Ötscher attackiert „Diesen Titel widme ich meinem Trainer“ NÖ Landeswettbewerb prima la musica Josefifest im „Paradies“ Zum Abschluss gab es Regen – und regionale Pokale Österr. Meisterschaften im Telemark am Hochkar Madfred rockte den Plenkersaal Waidhofen „turnt on“ Heftige Sturmböen fegten übers Land „Unser liabstes Platzerl in Weyer“ Dirndl und Lederhose Erste Gigabit-Anschlüsse realisiert „beyond print“ 40 Tage Plastik fasten Toller Saisonauftakt für Para-Triathlet Oliver Dreier Union-Kids Sieger in der Cup-Gesamtwertung Das süße Leben am Faschingssamstag „Blick zurück nach vorn“ Radweg sorgt für Touristenboom Der SV Weyer mutierte zum Indianerstamm „Ein Paradies für Einheimische und Gäste!“ Christa Egger-Danner und Hubert Mandl – Hollensteins Dorfmeister Weyrer Dart-Sportverein schafft Staatsmeistertitel in der Gebietsliga „Zwei“ in der Stadtgalerie painted fence rockt den Kulturkeller Das Wetterhäuschen kehrt zurück Strahlende Kinderaugen auf der Forsteralm Die Innenstadt ist das wirtschaftliche Zentrum Batterien und Akkus im Restmüll verursachten Brand Neujahrsempfang bei der Rotkreuz-Stelle Weyer Mamma mia – here we go again! Blick zurück nach vorn Führungswechsel im Wirtschaftsbund Die Abräumer Eldin Sehic ist ,,On fire“ Gerüstet für den musikalischen Wettbewerb Junge Musikanten spielt’s auf! Forstarbeiter von Baum getroffen 17-jähriger Schüler als Brandstifter überführt Katharina Huber startet im WM Slalom in Åre Weyrer Tennisasse Haas und Klaffner Richtung Weltelite unterwegs Rein in den Rock, rein ins Vergnügen! Z W E I in der Stadtgalerie 1.928 Besucher bei Filmzuckerlveranstaltungen Danke für Ihre Blutspende Bezirksgericht – Umbau Ende Mai fertig Plastik fasten Schwerverletzte mit Taubergung vom Wetterkogel gerettet Skitag als Volksfest Jodeln und mehr Den Dingen eine zweite Chance geben Gottfried Brenn – Sieger beim Schätzspiel Volleyball-Burschen sind U-19-Vizelandesmeister! Lena Offenberger und Thomas Hörndler Stadtmeister „Back to the 90s“ Waidhofen – Stadt der künstlerischen Begegnungen SMS-Mädchen sind Landesmeisterinnen Arbeitslosigkeit unerwartet gestiegen 89.000 € für Vereine Hurra, die „Schule Miteinander“ ist fertig! 47. Landesmeisterschaften der Betriebe WSK ist Meister Sorge um die Nahversorgung We are the Millennials – Generation Jahrtausendwende Mit Pettycoat, Pomade und Tolle durch die Nacht Stadt zieht Schlussstrich unter den Tierpark Buchenberg Nach Unfall Sperre der B 121 „Wir hoazn eich ei!“ UVC Raiba Volley-Girls wieder auf dem „Stockerl“ „Skifoan is des Leiwaundste“ Bürgerinitiative für Fortsetzung der Renaturierungen an der Ybbs Junge Kunst im Café Mit der Union auf den Mond Gut Wehr mit der Schneeschaufel 1.000 Tages-Skipässe gratis Rodelunfall am Hahnlreith 14 Feuerwehren aus dem Bezirk Steyr-Land halfen am Hengstpass „Put your Lederhos´n on!“ Mit Oberkrainer Power durch die Nacht Anna Hackl – Landesmeisterin  UVC Raiba Volley-Herren setzen Siegesserie fort Musikalische „Wiener Schmankerl“ in Hollenstein und Weyer „Aus Schnupperschülern wurden Superschüler…“ Waidhofner Gemeindeskitag auf der Forsteralm Magistrat wird neu organisiert Mathäus Jurkovics glänzt im Volleyball-Herren-Nationalteam Kühler Sprung ins neue Jahr Günther Groissböck für „Grammy“ nominiert Vormärz im Kulturkeller 8.525 Stunden für den Nächsten Zukunft, Mut und Miteinander

Klimaretten vs. Schulschwänzen

Eine 16-jährige Schülerin aus Schweden namens Greta Thunberg ist mit ihrem Protest gegen den Klimawandel zu einer Art Ikone des Widerstands der Jugend gegen diesen die Menschheit bedrohenden Wandel geworden. Die so engagierte Greta erreichte binnen kürzester Zeit weltweite Aufmerksamkeit und referierte bereits bei der Weltklimakonferenz. Sie wirft mit ihrer unbekümmerten Art und Agitation für eine Umkehr in einer ressourcenvernichtenden Wirtschafts- und Klimapolitik den Fokus auf einen Aspekt, der mir besonders wichtig erscheint. Greta Thunberg ist die Stimme der Jugend, die letztlich als einzige vom Klimawandel Betroffene ist.
Die schwedische Klimaaktivis­tin hat es mit ihrem Protest, der vor dem Reichstag in Stockholm als Einzelperson begonnen hat, geschafft, dass sich Schüler weltweit ihr anschließen und vergangene Woche zu einem globalen Protesttag aufgerufen haben. Auch österreichische Schüler beteiligten sich daran und am Freitag gab es Klimademos in Wien und den Landeshauptstädten. Aber anstatt dass wir unsere Jugendlichen, Schüler ab dem 14. Lebensjahr unterstützen und ermutigen ihre Stimme zu erheben und ein Zeichen zu setzen, wird auf der Insel der (Un-)Seligen eine Diskussion geführt, ob die Schüler das überhaupt während der Unterrichtszeit tun dürfen. Das Schauspiel, das die Schulbehörden dabei lieferten, ist beschämend und zeigt nur, wie wir als Gesellschaft ticken. Da wurden Erlässe erlassen und an Schuldirektoren versandt, diesen Protesttag in keinem Fall von schulischer Seite zu erlauben und „baazweich“ zwischen den Zeilen dem Herrn Direktor zugestanden, wenn Eltern es befürworten, die Teilnahme gnadenhalber zu erlauben, nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Ergänzt wurde diese schulbehördliche „Weisung“ mit der Zusicherung, eh nicht bei den Demonstrationen Kontrollen durchzuführen. Aber hallo! Vielleicht noch den Schülern, die sich für ihre Existenz auf diesem so sehr bedrohten Planeten stark machen, einen Klassenbucheintrag verpassen, weil sie die Chemiestunde und den Geschichtsunterricht am Freitag verpassten? Schön wäre gewesen, wenn die Schulbehörde einen Erlass herausgegeben hätte, der die Schüler in ihrem so verständlichen Anliegen unterstützt und die „Demo-Fehlstunden“ dem Fach Staatsbürgerkunde gutgeschrieben worden wären.
Dieser ignorante Zugang ist auch deshalb so erschreckend, weil er zeigt, wie unser politisches und soziales Zusammenleben aufgebaut ist. Hierarchische Strukturen können keine Aufbegehrer dulden, eine eigene Meinung ist nicht erwünscht. Wir brauchen manipulierbare und funktionierende Befehlsempfänger. Das ist es doch, was wir mit dieser Debatte den jungen Menschen signalisieren, dass sie sich lieber um ihre schulischen Aufgaben kümmern sollen, als mit Schildern und Protestparolen die Ringstraße entlangzuziehen, um zu zeigen, dass ihnen ihre Zukunft nicht egal ist. Dass wir – und damit meine ich uns, die jetzt Verantwortung tragen und die die egoistische Ressourcenvernichtung zu verantworten haben – uns um diesen Planeten in keiner oder der falschen Weise kümmern, davon reden wir nicht – ist ja unangenehm.
Neben dem Aspekt, dass die Jugend weltweit ein solidarisches Zeichen setzt, um Donald den Klimawandelleugner oder Xi Jinping und wie sie alle heißen mögen, zu sagen: „Stopp, so nicht!“, sollte dieser Protesttag unseren Schülern zeigen, dass es sich lohnt, aufzustehen, aufzubegehren und dass es wichtig ist, seine Meinung auch zum Ausdruck zu bringen. Aber das ist, wie schon gesagt, nicht wirklich gewünscht. Nur sollten wir dann das Desinteresse an der Politik und die Erosion der Demokratie nicht beklagen.     

Fritz Stummer

chef-transp