Aktuelles Abo Babies Service Kolumne Headline Wetter LeseWerkstadt statt Leerstand Wie die Stadt weiterentwickeln? Sportliches Ballfieber Bronzemedaille für Damjan Eror Die U-20-Volleyboys – Starterticket für österr. Meisterschaft Kabarett für den guten Zweck Volksmusikanten luden zu Stammtisch Pakt für Kinder Schussattentäter gefasst Weyrer Turnerball – das Ballereignis der Region Historischer Neujahrsempfang Tolle Stimmung im Ballsaal Goldener Ehrenring für Hermine Dultinger UVC Raiba Volleyball-Herren feiern weiteren Sieg im Cup Gelungener Saisonauftakt der Nachwuchskletterer Bandenzauber Panorama-Handscape – Handflächen verschmelzen zu einer Skulptur Jetzt geht es hoch hinaus Miteinander – Zukunft – Vorausdenken Heuer wieder großer Faschingsumzug Feuer in Reihenhaus Tanz der Bergrettung in Hollenstein Eisenstraße-Laufcup 2019 ging in Gresten zu Ende ASKÖ-Skikurse auf der Forsteralm Skikurs 2019 fand erst Anfang 2020 auf der Forsteralm statt Kalte Ybbs als Adrenalinkick Spaziergang für Gründer Radlobby eröffnete die Radsaison der Alltagsradler Mit Strauß, Fučik und Frank Sinatra ins neue Jahr Mit Oberkrainersound durch die Nacht Felix ist das Neujahrsbaby Am Neujahrsmorgen brannte Auto Theateraufführungen strapazierten gehörig die Lachmuskeln Blasmusik begeisterte Basketballfreundschaftsspiel endete 53:36 U-20-Volleyboys weiter ungeschlagene Tabellenführer Ball des Sports im Schloss Rothschild Mit Walzer und Polka ins neue Jahr Waidhofner wird Provinzial der Salesianer Don Boscos Erste Schnelllade-Station in Amstetten Waidhofens Christkind heißt Yuna Moderne Haltestellen für die Citybahn Arbeitslosigkeit weiter sehr niedrig Welt-, Europa- und Bundesmeister kommen aus Weyer TSV Eisenwurzen setzte Christbaum im Gaflenzbach Alle Besucherrekorde gebrochen Die Langläufer sind bereit Fuchsluger gewinnt beim Grafenegger Adventlauf Tolle 2. Plätze für die UVC Raiba Volleyballer Radwegabschnitt fertiggestellt Wir sagen euch an den lieben Advent „schatten der wirklichkeit“ Roman „Schattenseiten“ erschienen Neuer IT-Schwerpunkt an der HTL Stadt reduziert Schuldenstand Polizeiaktion bei Führerscheinprüfung Streit um Zweitwohnsitzer entschieden Stadt mit Herz für Familien Auszeichnung für den Kematner Bauernmarkt Kilian Fischhuber neuer Trainer im Kletterverband Kunst im Spiegel – Spiegelkunst Auf Spurensuche im Mostviertel Skikids auf der Forsteralm Schauriges Spektakel am Dorfplatz UVC Raiba Volleyball-Herrenteam feiert zwei Siege Lichterglanz im Schloss Rothschild Auto überschlug sich 4REAL American Gospel feat. Shelia Michellé Spiegelverkehrtes in der Stadtgalerie Alle Jahre wieder Der Silomaster ist geschlagen! Sieg in der Nachwuchs­mannschaftswertung Die Stadt erweist zwei verdienten Bürgern die Ehre Alte Bene-Fabrik wird zum Hotspot der Architektur Fahrplanänderung bringt mehr Züge auf der Rudolfsbahn Projekt „Näher zum Fluss“ holte Silber Im Dorf weihnachtet es schon sehr Amesbichler Triathlon-Landesmeisterin Betriebs-Ski-Einfahrkurs in Schladming „Schöne Bescherung“ geht ins Finale Pianist Helbock sprengte alle Hörgewohnheiten Citybahn im Halbstundentakt Kanalgebühren steigen um 1,5 Prozent Biberplage an der Ybbs Die „Ofenloch-Gämse“ – ein Leuchtturm ins Ybbstal Hohenlehen – zeitgemäße Ausbildung und traditionelle Werte Beeindruckender Turniersieg für die U-13-Volleygirls Klangraum im Herbst So eine „Schöne Bescherung“ Keksebacken mit dem Bürgermeister Weihnachtsbaum für die Landeshauptstadt 25 Jahre Weltladen Weyer Jägerball auf der Forsteralm Finale beim Hochwasserschutz Pater Vitus übernimmt Pfarre Kematen/Gleiß Erfolgreicher Ball der Werksmusikkapelle Böhlerwerk Hirtenlehner folgt auf Hirtenlehner [a:bua] – Ehre, wem Ehre gebührt Union-Athleten räumten ab Eine zufriedenstellende Herbstsaison des SV Harreither Gaflenz

Klangrede in sechs Suiten

Klangraum Waidhofen: Konzertbericht über István Várdai im Kristallsaal

Der berühmte ungarische Cellist István Várdai war am 9. Juni zum zweiten Mal Gast des Klang­raums Waidhofen. Er widmete er sich den Cello-Suiten von J. S. Bach – sie gelten als der Mount Everest der Sololiteratur. Nach Waidhofen brachte István Várdai das berühmte „Jacqueline Du Pre“ Stradivari-Cello, benannt nach der legendären englischen Cellistin, mit. Das alte Cello wurde 1673, zwölf Jahre vor Bachs Geburt, gebaut. Dreieinhalb Stunden mit zwei Pausen spielte Várdai alle sechs Suiten am Stück mit einem derart kultivierten Ton, der gleichwohl von hinten durch die Brust ins Ohr fährt. Trotz extrem langer Konzertdauer konnte man keine Sekunde abschweifen. Wegschlummern unmöglich. Für den erst 34-jährigen Meister am Violoncello – er ist einer der jüngsten Professoren an der Wiener Musikuniversität – ist offenkundig genau dieses Instrument eine Konstante, die sich in sein Leben eingeschlichen hat. Andere Dinge kommen und gehen, das Violoncello scheint bei ihm ein Körperteil geworden, ihm sozusagen angewachsen zu sein. Er streicht mit dem Bogen über die Saiten, als wäre das Musizieren etwas ganz Natürliches. Ist es aber nicht, sondern was unglaublich Komplexes, Hochartifizielles, ja Unnatürliches! Wenn wir dem Künstler zuschauen, der noch dazu alles ohne Notenblatt spielt, haben wir ambivalente Gefühle: Es ist total schwer und total einfach. Manche Sätze klingen fast gewöhnlich und so natürlich wie ein Waldspaziergang, andere wieder feinstofflich oder blutig vital. Genau das sind die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach, den kein geringerer als Richard Wagner einen „musikalischen Wundermann“ nannte und dem Musikkollege Max Reger noch eines draufsetzte: „Bach ist Anfang und Ende aller Musik.“ An diesem dreieinhalbstündigen Bach-Solo-Abend spielte nur einer, und der hielt ein „Melodieinstrument“ in den Händen, das komplexer als so manches sinfonisches Werk klang und uns Zuhörer besonders intensiv in ihren Bann zog. Warum eigentlich? Der Cello-Virtuose Várdai spricht mit seinem Instrument zu uns, denn Bachs komplex polyphonen Suiten sind rhetorisch angelegt, lautmalerisch abstrakt in freier Tonalität, sollte man glauben, denn ein Notenblatt ist nicht vorhanden. Es entstand der Eindruck einer nonverbalen­ Klangrede mit dem nobelsten aller Streichinstrumente, dem Cello. Und Bachs Cello-Suiten, das Opus summum (höchstes Werk) aller Cellisten, eine Art Bibel, ein Meilenstein seines Schaffens und eine permanente Herausforderung für jeden Interpreten, so auch für István Várdai, der den Kristallsaal mit schwelender Dramatik erfüllte. Nicht wenig gefordert war auch das aufmerksam und konzentriert lauschende Publikum, das sich in der zweiten Pause mit einer nach historischen Rezepten gekochten Lieblingsspeise von Bach stärken konnte. Das Rindfleisch mit raffinierter Fischsauce schmeckte ausgezeichnet. Ein Lob der Schlosshofküche!
Intendant Mag. Thomas Bieber hat zum Klangraum-Motto „Darf´s ein Vorspiel sein?“ mit dem Amarcord Ensemble Wien in der alten Bene-Fabrik am 19. Juni noch einen besonders spitzen Pfeil im Köcher. Gehen Sie hin und lassen Sie sich begeistern! Schon Friedrich Nietzsche sagte: „Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum.“
Robert Voglhuber

István Várdai ein Virtuose auf dem Cello zVg
2018 © Der Ybbstaler Verlags GmbH powered bei UFD-Huber OG