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Klangrede in sechs Suiten

Klangraum Waidhofen: Konzertbericht über István Várdai im Kristallsaal

Der berühmte ungarische Cellist István Várdai war am 9. Juni zum zweiten Mal Gast des Klang­raums Waidhofen. Er widmete er sich den Cello-Suiten von J. S. Bach – sie gelten als der Mount Everest der Sololiteratur. Nach Waidhofen brachte István Várdai das berühmte „Jacqueline Du Pre“ Stradivari-Cello, benannt nach der legendären englischen Cellistin, mit. Das alte Cello wurde 1673, zwölf Jahre vor Bachs Geburt, gebaut. Dreieinhalb Stunden mit zwei Pausen spielte Várdai alle sechs Suiten am Stück mit einem derart kultivierten Ton, der gleichwohl von hinten durch die Brust ins Ohr fährt. Trotz extrem langer Konzertdauer konnte man keine Sekunde abschweifen. Wegschlummern unmöglich. Für den erst 34-jährigen Meister am Violoncello – er ist einer der jüngsten Professoren an der Wiener Musikuniversität – ist offenkundig genau dieses Instrument eine Konstante, die sich in sein Leben eingeschlichen hat. Andere Dinge kommen und gehen, das Violoncello scheint bei ihm ein Körperteil geworden, ihm sozusagen angewachsen zu sein. Er streicht mit dem Bogen über die Saiten, als wäre das Musizieren etwas ganz Natürliches. Ist es aber nicht, sondern was unglaublich Komplexes, Hochartifizielles, ja Unnatürliches! Wenn wir dem Künstler zuschauen, der noch dazu alles ohne Notenblatt spielt, haben wir ambivalente Gefühle: Es ist total schwer und total einfach. Manche Sätze klingen fast gewöhnlich und so natürlich wie ein Waldspaziergang, andere wieder feinstofflich oder blutig vital. Genau das sind die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach, den kein geringerer als Richard Wagner einen „musikalischen Wundermann“ nannte und dem Musikkollege Max Reger noch eines draufsetzte: „Bach ist Anfang und Ende aller Musik.“ An diesem dreieinhalbstündigen Bach-Solo-Abend spielte nur einer, und der hielt ein „Melodieinstrument“ in den Händen, das komplexer als so manches sinfonisches Werk klang und uns Zuhörer besonders intensiv in ihren Bann zog. Warum eigentlich? Der Cello-Virtuose Várdai spricht mit seinem Instrument zu uns, denn Bachs komplex polyphonen Suiten sind rhetorisch angelegt, lautmalerisch abstrakt in freier Tonalität, sollte man glauben, denn ein Notenblatt ist nicht vorhanden. Es entstand der Eindruck einer nonverbalen­ Klangrede mit dem nobelsten aller Streichinstrumente, dem Cello. Und Bachs Cello-Suiten, das Opus summum (höchstes Werk) aller Cellisten, eine Art Bibel, ein Meilenstein seines Schaffens und eine permanente Herausforderung für jeden Interpreten, so auch für István Várdai, der den Kristallsaal mit schwelender Dramatik erfüllte. Nicht wenig gefordert war auch das aufmerksam und konzentriert lauschende Publikum, das sich in der zweiten Pause mit einer nach historischen Rezepten gekochten Lieblingsspeise von Bach stärken konnte. Das Rindfleisch mit raffinierter Fischsauce schmeckte ausgezeichnet. Ein Lob der Schlosshofküche!
Intendant Mag. Thomas Bieber hat zum Klangraum-Motto „Darf´s ein Vorspiel sein?“ mit dem Amarcord Ensemble Wien in der alten Bene-Fabrik am 19. Juni noch einen besonders spitzen Pfeil im Köcher. Gehen Sie hin und lassen Sie sich begeistern! Schon Friedrich Nietzsche sagte: „Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum.“
Robert Voglhuber

István Várdai ein Virtuose auf dem Cello zVg