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Hochkarätig bis in die feinste Faser

„Chopin und die Musik der Zeitenwende vor 1918“ – Schlesien mit der Stadt Zabrze zu Gast

Das schlesische Orchester der Philharmonie Zabrze und die polnische Bergmannskapelle „Makoszowy“ sowie hervorragende Solisten wie Janusz Olejniczak, Edward Zienkowski, Seong-Hyeon Leem, Markus Aubrecht, Sanghee Cheong, Anastasia Huppmann, Natalia Rehling und Elzbieta Wiedner-Zajac ebenso die Preisträger des österreichischen Jugendmusikwettbewerbs „prima la musica“ waren heuer beim Chopin-Festival in der Kartause Gaming zu Gast. Zudem wurde eine Uraufführung eines Chopin gewidmeten Werkes von Kurt Schmid und Peter Kotauczek über die „Geometrie der Musik“ unter dem Titel „Jordankurve“ geboten.
Schon der feierliche Einzug in den Prälatenhof am Freitagnachmittag mit der Musikkapelle Gaming und der Bergmannskapelle „Makoszowy“ aus Zabre (Polen) sowie der Goldhauben-Trachtengruppe Lackenhof waren ein bewegender Auftakt des traditionellen Festivals.

Leichtigkeit und konzentrierter Ernst
In der Kartausenkirche folgte am Abend das Eröffnungskonzert der Philharmonie Zabrze unter dem Dirigenten Slawomir Chrzanowski mit dem Finale der 1. Symphonie von Alexander Zemlinsky. Zu Chopins Rondo à la Krakowiak griff Seong-Hyeon aus Südkorea in die Tasten. Herrlich funkeln lassen konnte sie es, wenn sie das Rondo genussvoll auskostete. Zu Chopins „nationaux polonais A-Dur op. 13“ setzte sich Janusz Nach einer Verschnaufpause wird die Blütenlese mit dem 1. Violinkonzert von Karol Szymanowski und dem Kaiserwalzer fortgesetzt. Violinist Edward Zienkowski treibt die Tonalität dieses Werkes bis an die Grenzen, löst sie aber nicht auf trotz dekadenter Klanglichkeit mit Parallelen zur Jugendstil-Ästhetik. Das Orchester betört mit luxuriös schillernder Instrumentation. Das Eröffnungskonzert endet mit dem Kaiserwalzer von J. Strauss. Am Samstagmittag wurde im Prälatensaal beim festlichen Dinnerkonzert zu Tisch gebeten. Markus Aubrecht und Anastasia Huppmann spielten Werke von Chopin und Liszt ebenso wurden musiktheoretische Analysen von Peter Kotauczek/Kurt Schmid als Uraufführung ins Werk gebannt. Für Interessenten an Musiktheorie gab´s einen Vortrag zum Thema „Musik und Wissenschaft“ von Dr. Martin J. Kainz. Das Nocturno – das nächtliche Konzert bei Kerzenlicht in der Barockbibliothek mit dem Thema „Konzert der Zeitenwende – die Wiedergeburt des polnischen Staates“, moderiert von Liliana Niesielska, war wie alljährlich Höhepunkt des Festivals. Zu den genannten Virtuosen gesellten sich nun auch Sanghee Cheong, Natalia Rehling und Elzbieta Wiedner-Zajac. Wir erleben die Interpreten in Hochform. Nur Pianist Markus Aubrecht stockte plötzlich und hatte ein Blackout. Bitte, das ist kein Zeichen der Schwäche, sondern Indiz für die Schwierigkeit und Komplexität der Werke. Beim Matinee Jeunesse am Sonntag versetzten äußerst junge hochbegabte Preisträger des österreichischen Jugendwettbewerbs „prima la musica“ mit Stargast Janusz Olejniczak das Publikum in Staunen. Neben den Werken von Rachmaninow und Saint-Saens bekam das Publikum einmal mehr Einblick in Chopins „Traumreich der Poesie“ (H. Heine), die nicht nur hörbar, auch erlebbar wurde.
Ein Sprung ins kalte Wasser
Schlusslicht des Festivals war das Lukasz Jemiola Quintett aus Polen auf der Lunzer Seebühne. Da kam der Jazz ganz schon ins Rollen. Sänger und Gitarrist Lukasz Jemiola, der zudem Qualitäten eines Conferenciers aufwies, verstand es humorvoll, das gesetzte Chopin-Publikum zu unterhalten und in Stimmung zu versetzen. Jeder Song ein Nugget! Keine Pause, keine Zugabe. Dafür jumpten nach der Schlussnummer die Musiker mit Anzug und Krawatte von der Seebühne ins Wasser.
Das Chopin-Festival 2018 war für mich wie eine Sammelbüchse voller Überraschungen und ein „farbiger Pinselstrich“ in der
Kulturlandschaft Niederösterreichs.
Robert Voglhuber

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Nocturno-Künstler mit Präsident Kanitzer     zVg