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Gehört der E-Mobilität die Zukunft?

Projekt „E-Mobilität 2030 – 2050“ testet in Seitenstetten die Alltagstauglichkeit

Ist E-Mobilität in der Gesellschaft angekommen? Reicht die Reichweite der E-Autos für den Alltag bereits aus? Ist die Lade-
infrastruktur bzw. das Strom-Netz für die Umstellung auf E-Mobilität bereits gerüstet? Viele offene Fragen, denen das Land Niederösterreich, die Energie- und Umweltagentur NÖ, die Ecoplus und die EVN beim Projekt „E-Mobilität 2030 – 2050“ auf den Grund gegangen sind.
Seit vier Wochen testet eine Siedlung in Seitenstetten mit 18 Einfamilien-Haushalten E-Mobilität im Alltag. Vom Führerschein-Neuling bis zur Seniorin waren alle Generationen in der Siedlung mit einem der 23 E-Autos unterwegs und konnten die E-Mobilität auf ihre Alltagstauglichkeit testen.
Ist E-Mobilität 2030 – 2050 machbar?
Die 18 Einfamilien-Haushalte wurden nicht nur mit 23 E-Autos, sondern auch mit ihrer eigenen Ladestation in der Garage ausgestattet. Fünf Familien bekamen neben dem Erstauto auch noch ein Zweitauto zur Verfügung gestellt, damit möglichst alle Strecken mit dem E-Mobil zurückgelegt werden können. Im Durchschnitt sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Lehensiedlung über 400 km in der Woche pro E-Auto gefahren. Die Interviews mit den Teilnehmern haben gezeigt, dass nicht nur die angenehme Fahrweise der E-Autos, sondern auch die hohe Motivation zum Projekt zu enormen Wegstrecken geführt hat. In der Laufzeit des Projekts wurden dem Projektteam, trotz sehr hoher Kilometerleistung, keine Pannen oder Probleme gemeldet.
Ist das Stromnetz für die Umstellung auf E-Mobilität bereits gerüstet?
Nach vier Wochen Test konnte festgestellt werden, dass die Ladestationen bei Engpässen zwar verlässlich schalten, aber gerade in diesem Bereich gibt es noch hohen Entwicklungsbedarf. „Die Teilnehmer nutzten die E-Autos bei jeder Gelegenheit und man konnte erkennen, dass die E Autos vorwiegend in den Abendstunden und zu einem Großteil zu Hause geladen wurden. Dies führt zu Lastspitzen, die es zu minimieren gilt.
Reicht die Reichweite der E-Autos für den Alltag bereits aus?
Nach den Interviews mit denTeilnehmern wurde einmal mehr klar, dass 90 % der Wege unter 50 km sind und eine durchschnittliche maximale Wegstrecke zur Arbeit nicht länger als 37 km ist. Diese Distanzen sind mit einem E-Auto leicht bewältigbar und somit kommt für den Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar eine Anschaffung eines E-Autos in Zukunft in Frage.

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LH-Stv. Stephan Pernkopf mit den Teilnehmern des Projekts© NLK Burchhart