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Gegen Papst und Kaiser

Sonderausstellung im 5e-Museum widmet sich dem 500-Jahr-Jubiläum der Reformation

„Gegen Papst und Kaiser – Reformation im Mostviertel“ so heißt die Ausstellung im 5e-Museum in Waidhofen, die am 28. April eröffnet wird. Sie ist ein Beitrag der evangelischen Gemeinde Amstetten-Waidhofen und des Musealvereins zu 500 Jahre Reformation in der „Reformationsstadt Europas“.
Die Sonderausstellung behandelt die Themen Zeitenwende, vorreformatorische Frömmigkeit, die Reformatoren und natürlich auch das protestantische Mostviertel und Waidhofen im 16. Jahrhundert.
Eine enorme Vielfalt an Erfindungen und Entdeckungen kennzeichnen im ausklingenden Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit um 1500 eine europäische Kulturepoche, die als Renaissance bekannt ist und als geistiges Erwachen erlebt wurde.
Eine Medienrevolution löste die Erfindung der metallenen beweglichen Lettern und der Druckerpresse von Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, um 1450 aus: Sie revolutionierte die bisherigen Methoden der Buchproduktion in Europa und ermöglichte eine rasche Verbreitung des reformatorischen Gedankengutes in Europa.

Eine Woche vor Ausstellungsbeginn ist jede hilfreiche Hand willkommen. Die Kuratorin Mag. Inge Janda kann sich auf ihre Helfer verlassen.

Mit strenger Gläubigkeit haben sich die Menschen der damaligen Zeit den Geboten der Kirche, die sich auf das weltliche Leben erstreckten, unterworfen. Die Angst vor dem Sterben und die Angst, ins Fegefeuer zu kommen, waren groß, da es nach der damaligen Vorstellung die Vorstufe zum Himmel und zur Hölle war. Mit einem Ablass konnte man durch Geldzahlungen an die Kirche einen Erlass zeitlicher Sünden erwerben. „Wenn das Geld im Kas­ten klingt, die Seele in den Himmel springt“, so soll Johannes Tetzel den Ablasszettel für das Volk schmackhaft gemacht haben.
Die Antwort darauf waren die 95 Thesen des Augustinermönchs Martin Luther. Es war der Ausgangspunkt einer konfliktreichen Zeit, die mit einer Spaltung der Kirche endete, die Luther nicht beabsichtigt hatte. Es entstand eine Eigendynamik, er wollte eigentlich nur eine Reform der Kirche herbeiführen.
Der neue Glauben verbreitete sich rasch und fand viele Anhänger. Das weitreichende Netzwerk der Handel treibenden Familien förderte die Entwicklung neuer Ideen auch beim Adel. Noch heute zeugen viele Schlösser im Mostviertel, die im Stile der Renaissance ausgebaut wurden, vom Lebensstil ihrer Besitzer. Die Förderung der Bildung auch für untere Schichten war ihnen ein Anliegen und so gründeten sie Schulen, damit alle Menschen die Bibel lesen und verstehen lernten.
In Waidhofen trafen die protestantischen Ideen bei der selbstbewussten Bürgerschaft ebenfalls auf fruchtbaren Boden. Die Wirkung war umso größer, weil sie verbunden war mit einer schon lange schwelenden Opposition gegen den bischöflichen Stadtherrn und seine Vertreter. Die Freisinger Grundherrschaft hatte für Waid­hofen viele wirtschaftliche Benachteiligungen gegenüber den landesfürstlichen Städten zur Folge. Erst das koordinierte Eingreifen einer bischöflichen und landesfürstlichen Kommission 1588 führte zur Absetzung und Ausweisung des protestantischen Rates. Die Rekatholisierung wurde mit aller Härte durchgesetzt.
Die Sonderausstellung mit ihren in dieser Form noch nie gezeigten Dokumenten und Exponaten ist für alle Museumsbesucherinnen und -besucher ab 29. April täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Für Führungen, wird um rechtzeitige Voranmeldung im Tourismusbüro unter 07442/511-259 ersucht.
ija