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Fortsetzung der Proteste bis Politik handelt

Beinahe 200 Menschen machten am Samstag, 10. August, ihrem Ärger über eine zu wirkungslose Klimapolitik Österreichs bei den 5. Waidhofner Klimaprotesten Luft. Die Organisatoren stellten dieses Mal ihre Forderung nach einem gesetzlichen Pfandsystem und einer raschen Müll- und Plas­tikmüllreduktion in den Fokus.
Pünktlich um 11.30 Uhr startete der bunte Protestzug vom Viaduktparkplatz. Singend und laut rufend brachten die Demonstrierenden ihre Forderungen nach mehr Klimagerechtigkeit („climate justice“), einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Planeten und besseren Klimaschutzgesetzen zum Ausdruck.
Bei der Abschlusskundgebung beim Forellenbrunnen erklärte Verena Anger den bei brütender Hitze ausdauernd verweilenden Demonstranten wie Unternehmen durch Kreislaufwirtschaft zur Müllreduktion beitragen können. „Heute werden Waren typischerweise produziert, verkauft, manchmal genutzt und dann weggeworfen. Gerade im Modebereich gibt es die Absurdität, dass manche Kleidungsstücke nur gekauft, aber nie getragen werden“, stellte Verena Anger, die in einer Druckerei als Nachhaltigkeitsbeauftrage arbeitet, zu Beginn ihrer Ausführungen fest. Stattdessen müssten Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer wieder in den Stoffkreislauf rückgeführt werden. Die Forderung, auch im Bausektor ein Umdenken einzuleiten, erntete viel Applaus: „Das neue Betriebsgebäude meiner Arbeitsstätte ist zu 96 % biologisch abbaubar. Rund 40 % der verwendeten Materialien sind schon mindestens einmal recycelt worden“, zeigte sie ein Beispiel dafür, dass beinahe abfallfreies Bauen möglich ist. Die hohe Relevanz des Bauens im Bereich der Abfallvermeidung zeigt folgender Wert: 17 % des in Österreich entstehenden Abfalls sind Bau- und Abbruchabfälle.
In Blitzlichtern wurden von Protestierenden ihre Beweggründe für die Teilnahme an der Klimademo offengelegt. „Es braucht sichere und schnelle Alltagsradstrecken. Die Autos fahren schnellstmöglich meist schnurgerade durch die Orte im Ybbstal, während die Radwege auf oft verwinkelten Strecken verlaufen. Aber auch Alltagsradfahrer wollen in der Regel schnell ans Ziel kommen!“, hatte Marianne Schallauer vor allem die Radweg­infrastruktur von Waidhofen nach Amstetten im Blick und forderte von der Politik in
diesem Bereich um eine Verbesserung.
Zoltan Abfalter erklärte seine Teilnahme am Protest folgendermaßen: „Es beeindruckt mich, wie tausende junge Menschen rund um Greta Thunberg diese Bewegung gestartet haben. Aber wir „Alten“, die Verursachergeneration, dürfen die Verantwortung für die Lösung der Klimakrise nicht an die Jugend abgeben. Wir sind in der Pflicht, diesen Planeten unseren Kindern und Enkeln in einem lebenswerten Zustand zu hinterlassen. Deswegen bin ich jeden Monat hier am Klimaprotest – damit die Politik endlich etwas tut!“
Eine Inszenierung wies zum Abschluss des Protests auf den trotz aller Bemühungen stetig wachsenden Müllberg hin. Dabei versank ein Mensch – stellvertretend für den Planeten – im Plastikmüll. Das Protestkomitee forderte dabei von der österr. Bundesregierung nicht nur die gesetzliche Einführung eines Pfandsystems für alle Getränkegebinde und Mehrwegpfand für alle Glasverpackungen, sondern auch ein Verbot von Müllexporten auf andere Kontinente, eine bessere Reparierbarkeit von Produkten (Eco-Design) und größere Anreize für Unternehmen, ihren Abfall zu reduzieren.
Der nächste Klimaprotest findet am 7. September, um 11.15 Uhr statt. Anschließend an den Klimaprotest wird ein Klimaparlament stattfinden, bei dem Vertreterinnen und Vertreter der wahlwerbenden Parteien zu den Forderungen der Klimaproteste Stellung nehmen werden.

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