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Ein „Freiraum“ für die Zell

Mit Bürgerbeteiligung wird ein 6.000 m² großes Freizeitareal entwickelt

Zu einem Bürgerforum lud die Stadt am vergangenen Donnerstag, 27. April, die Einwohner des Siedlungsgebietes Zell-Arzberg in das Union-Sportzentrum. Thema des Zusammentreffens war vor allem die Frage nach einer sinnvollen Gestaltung eines gemeinschaftlich nutzbaren Freiraums für die Wohnbevölkerung. Im Rahmen eines auf vier Jahre anberaumten Stadterneuerungsprozesses, der 2015 gestartet wurde, kam so ein gemeinschaftlicher „Freiraum“ für die Zeller Bevölkerung, die im dichtverbauten Siedungsraum der Weitmanngründe wohnen, auf die Wunschliste. Nun konnte Bgm. Werner Krammer und der dafür Projektverantwortliche Christoph Böck mit seinem Team erste Planungsergebnisse präsentieren und mit den Betroffenen diskutieren.

In Verhandlungen mit dem Grundeigentümer, der Alpenland, gelang es der Stadt, eine Vereinbarung zu treffen, in der die Wohnbaugenossenschaft auf eine Verbauung des 6.000 m² großen Areals rund um den Marienhof zumindest in den kommenden zehn Jahren verzichtet. Danach besteht für die Stadt auch die Option, dieses Grundstück zu erwerben und so langfristig vor Verbauung zu sichern. In Befragungen über die Beschaffenheit eines solchen „kommunikativen Freiraums“ im Siedlungsgebiet, durchgeführt von Magdalena Rambas, im Rahmen ihres Maturaprojekts, wurden Rahmenrichtlinien erstellt. Danach sollte dort kein Kinderspielplatz errichtet werden, sondern eine Zone, die dem Zusammenkommen, dem sozialen Kontakt dienen soll. Stadtgärtner Wolfgang Kettner erstellte einen Gestaltungsplan, der beim Forum erstmals vorgestellt wurde und bei den knapp 90 Teilnehmern am Bürgerforum durchwegs positiv aufgenommen wurde. Die Ideen reichen von einer Zone für Schrebergärten bis hin zu Wasserentnahmestellen oder einer Feuerstelle samt Sitzgelegenheiten. Verständigt haben sich alle Beteiligten auch darauf, dass nicht das gesamte Areal „verplant“ wird, sondern auch ein gewisser Teil des vorhandenen Naturraums als
Bewegungsraum für Kinder erhalten bleiben soll. Auch die sehr beliebte Rodelwiese wird nicht von Gestaltungmaßnahmen betroffen sein.

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Für die Umsetzung soll nun ein Trägerverein gegründet werden, denn um die Betreuung und Pflege des Freiraums sollen sich die Betroffenen selbst kümmern und verantwortlich fühlen. „Das Wichtigste für das Funktionieren eines solchen Gemeinschaftsraums ist die Eigenverantwortung. Die Menschen, die ihn nutzen wollen müssen ihn selbst gestalten und sich auch dafür verantwortlich fühlen“, so der Bürgermeister.

Stadtgärtner Wolfgang Kettner arbeitete diesen Gestaltungsvorschlag aus, der nun als Diskussiongrundlage dienen soll.