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Ein Baujuwel für Hollensteins Bürger

Neues Gemeindeamt wird Anfang Oktober in Betrieb genommen

Der Umbau des Rathauses ist ein Großprojekt der Gemeinde, das seit vielen Jahren die Politik in Hollenstein befasst und das nun kurz vor seinem Abschluss steht. Das bezüglich seiner Bausubstanz historisch bedeutsame Gebäude, das auch unter Denkmalschutz steht, wurde in den letzten zwei Jahren von Grund auf saniert und sehr behutsam für die Anforderungen einer modernen Gemeindeverwaltung ausgebaut.
Derzeit befindet sich die Baustelle in ihrer Endphase und bereits Ende September soll alles so weit fertig sein, dass die Rück­übersiedlung aus dem Vereinsheim, in dem sich aktuell das Gemeindeamt befindet, durchgeführt werden kann. „Wenn alles nach Plan läuft, davon können wir heute schon fix ausgehen, werden wir am Nationalfeiertag im Rahmen eines Tages der offenen Tür, das neue Rathaus von Hollenstein der Bevölkerung präsentieren können“, so Bgm. Manuela Zebenholzer.
Die Herausforderungen beim Um- und Ausbau waren enorm, galt es doch, das Gebäude auch barrierefrei zu machen und mehrere funktionale Anforderungen zu erfüllen. So wurde ein Lift eingebaut und im Erdgeschoß das Bürgerservice, die Bücherei, das Gemeindearchiv und die Technik­räume untergebracht. Bei den Umbauarbeiten wurde sogar eine alte Stiege, deren Aufgang zugemauert war, wieder entdeckt und freigelegt. Im ersten Obergeschoß ist künftig die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeisterin- und Amtsleiterbüro sowie Besprechungsräume, Teeküche etc. angesiedelt. Im dritten Obergeschoß, dem Dachboden, befindet sich künftig der große Sitzungssaal, der auch für Feierlichkeiten, wie Hochzeiten oder Ausstellungen genutzt werden wird. „Bei diesem Aus- und Umbau, der auch exakt nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes erfolgte, konnte so viel alte Bausubstanz nicht nur erhalten, sondern auch reaktiviert werden, dass es ein echter Gewinn für Hollenstein ist, über den wir uns alle zurecht freuen dürfen“, so die Bürgermeisterin voll Stolz mit dem Ergebnis, das sich bereits anzeichnet. So wurden Teile eines historischen Kachelofens wieder fachmännisch restauriert und neu aufgesetzt, oder der alte Abgang in den Keller revitalisiert. Dieser wird künftig auch als kleiner Weinkeller genutzt werden.
Im Eingangsbereich, der bis in die Abendstunden immer zugänglich sein soll, wird sich künftig eine digitale Informationstafel für alle Gemeindebürger befinden und der Platz vor dem Rathaus soll nicht nur für Parkplätze „zubetoniert“ werden, sondern bewusst als Grünraum mit Bäumen und Sitzgelegenheiten gestaltet werden. „Das ist mir persönlich sehr wichtig, dass wir hier ganz bewusst ein Zeichen setzen, diesen öffentlichen Raum gestalten und der Natur in Zeiten des Klimawandels und des stetigen Temperaturanstiegs einen Platz geben“, so Zebenholzer im Rahmen einer Baustellenbesichtigung.
Insgesamt belaufen sich die Kos-
ten für diesen Umbau auf zwei Millionen €, wovon 750.000 € über Bedarfszuweisungen vom Land Niederösterreich aufgebracht werden. „Mich freut es auch, dass es zum überwiegenden Maß gelungen ist, die Aufträge für die Umsetzung dieses Großprojekts an regionale Betriebe vergeben zu können und so die Wertschöpfung in der Region zu halten.“ So wird das neue Gemeindeamt mit Erdwärme versorgt, wozu eine Tiefbohrung auf 125 Meter durchgeführt wurde. Auch alle anderen Gewerke wurden nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes wie Kastenfenster etc. exakt ausgeführt, und das neue-alte Hollensteiner Rathaus wird so zu einem echten Baujuwel.

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Derzeit noch eine Baustelle. Ende September wird übersiedelt und Anfang Oktober geht das neue Rathaus in Betrieb.