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„Die Frau ist launisch wie Federn im Wind“

Frühlingskonzert 2018 des Amstettner Symphonieorchesters in der Pölz-Halle

Das Frühlingskonzert am 12. Mai in der Pölz-Halle stand ganz im Zeichen von „La donna é mobile” nach der berühmten Arie aus dem dritten Akt aus Verdis Oper Rigoletto.
Übersetzen könnte man die Kanzone des Herzogs von Mantua mit „O wie so trügerisch sind Weiberherzen” oder „Die Frau ist launisch wie Federn im Wind”. Die Moderatorin Marie-Luise Lungenschmid führte durch das Programm der „Vielseitigkeit in der Charakterisierung von Frauenfiguren in der Musik”. Unter der Leitung von Thomas Schnabel begleitete das Amstettner Symphonieorchester die Sopranistin Eva-Maria Marschall.
Den Auftakt machte die Ouvertüre aus Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“. Ich sags mal ganz salopp. Was da auf der Bühne geschah, ist nicht von Pappe. Wir kennen die Geschichte vom heruntergekommenen Ritter Falstaff, eigentlich ein „Sir“, aber realiter nichts anderes als ein Feigling und Betrüger, ein trinkfester Lüstling und unersättlicher Parasit. Auch wenn der Text von Shakespeare stammt, ist damals wie heute kein „Möchtegern Casanova“ vor dem gefeit, was in Otto Nicolais Oper handlungstragend ist: Die „Lustigen Weiber“ haben den alten Prahlhans Sir John Falstaff gründlich gerupft und auch alle anderen Galane der Lächerlichkeit preisgegeben. Eine Oper, die zu den meistgespielten Repertoirewerken unserer Bühnen zählt. Nach der Ouvertüre sang Sopranistin Eva-Maria Marschall die Arie „Nun eilt herbei!”.
Mal nahezu mystisch, mal hochdramatisch hat die Gesangssolistin die Frauenfiguren aus Opern von Puccini, Weber, Mozart, Bellini, Smetana, Humperdinck und Rossini verinnerlicht. Sie sang den ganzen Wahnsinn, die verzweifelte Liebe, den Machtwillen oder die inbrünstige Suche nach Gerechtigkeit, mit denen die Frauenfiguren in den Arien ausgestattet sind. Mit Genuss konnte man zuhören, wie es der Sopranistin gelungen ist, den Frauenfiguren in den Arien so nahe wie möglich zu kommen, ihren Geist zu entdecken und zu beleben. So unterschiedlich diese Frauenrollen auch sind, sie sind in ihr und in ihrer Stimme. Alles klingt automatisch glaubhaft, ohne dass sie sich besonders anstrengen muss. Eva-Maria Marschall ist eine überzeugende Gestalterin. Weder für die Interpretin noch für den Zuhörer ist es einfach, sich in die jeweilige Arie einzufühlen, zumal sie in ihrer gesangsdeklamtorischen Abfolge aus unterschiedlichen Opern stammen, für die jede für sich eine bunte Welt ist aus Harlekins und Helden, Mondaufgängen und Morden, leichten Mädchen und lauten Märkten und eine Welt der Ritter und Retter, Narren und Nonnen im Zerrspiegel des realen Lebens. Diese schönen Arien sind vielleicht vorgestrige Leitbilder und tragen trotzdem das Etikett „Gegenwart“. Denn beneidenswert unbefangen steuert die Oper ihr tonales Musenschifflein durch die atonale Brandung der Zeit. Unbefangen? Die Resonanz gibt dem Genre recht. Nach der Pause interpretierte Eva-Maria Marschall Frauenfiguren der leichten Muse von Emerich Kálmán und Franz Lehár. Schöne Melodien, die sich bis heute in der Publikumsgunst erhalten haben. Auch wenn so manch süßer Evergreen nicht mehr ganz taufrisch ist, er bekommt immer wieder Wasser, auf dass er ewig blühen möge und zeitlos beifallschallend goutiert werde wie an diesem Abend in der Pölz-Halle mit der sensiblen und beherzten Sopranistin Eva-Maria Marschall, der man äußerst gute Gesangsleistung bescheinigen kann. Natürlich hat da auch die Orchesterleistung zum gesamtmusikalischen Gelingen beigetragen, das in den Ausschnitten aus den Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg und aus der Oper Carmen von George Bizet rein orchestral gleichermaßen hohes musikalisches Anspruchsniveau fordert.
Robert Voglhuber

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