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Der Klangraum ließ Franz tanzen

Musicbanda Franui spielte im Kristallsaal groß auf

Sie sind derzeit eine der gefragtesten Musikformationen und feiern Erfolge bei den Salzburger Festspielen oder am Wiener Burgtheater. Die Rede ist von „Franui“, einem zehnköpfigen Orchester in einer ganz eigenwilligen Zusammensetzung. Diese „Musicbanda“ konnte Festivalintendant Thomas Bieber für das Festival „Klangraum im Herbst“ verpflichten und tat damit einen absoluten Glücksgriff. Am Sonntag, 12. November, gestaltete Franui das Programm mit ihrer neuen Produktion „Tanz! (Franz)“ und begeisterte vor vollen Haus.
Die Musiker, vorwiegend aus dem kleinen Osttiroler Bergdorf Innervillgraten stammend, haben sich auf den Weg gemacht, die Musikwelt um eine äußerst kreative Facette reicher zu machen. Aus der Tradition der Volksmusik schöpfend, die Polka und den Boarischen sozusagen in ihrer DNA, öffnen sie sich allem, was in der Musikwelt von einst Rang und Namen hat und interpretieren auf ihre „franuische Art“ voll Kreativität und Spielwitz Mozart bis Bartok, Schubert bis Ligety. „Wenn du einen Trauermarsch viermal so schnell spielst, wird´s eine Polka“, so der Mastermind der Truppe, Andreas Schett, bei seiner humorvoll, witzigen Conférence, das „Franuische“ auf den Punkt bringend. Die zehnköpfige Formation, die sich als klassische, alpine „Musicbanda“ versteht, ist instrumental eigenwillig zusammengesetzt und besteht aus zwei Trompeten, Saxofon, Klarinette, Zugposaune, Tuba, Geige, Kontrabass, Hackbrett und Zither. Den Namen „Franui“ gaben sich die Vollblutmusiker nach einer Wiese mit selben Namen aus ihrer Osttiroler Heimat. Das Konzert im Kristallsaal im Schloss Rothschild wurde jedenfalls zum durchschlagenden Erfolg und vor ausverkauftem Saal wussten die Musiker restlos zu begeistern.
Das letzte Konzert des Klang­raum-Festivals titelt „Woman and Bass“ und findet am kommenden Samstag, 18. November, um 19.30 Uhr in einer Werkshalle der Firma duomet im Wirtschaftspark Ybbs­tal in Ybbsitz statt. Shootingstar der internationalen Jazzszene, die junge polnische Bassistin Kinga Glyk wird dabei mit ihrer Band auftreten. Das Konzert findet bei freiem Eintritt statt und nach dem Konzert wird zum Festivalausklang geladen.

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Die „Musicbanda Franui“ begeisterte mit ihrer so originären Art des Musizierens und Interpretierens.