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Corona und Klima

Lesermeinung:
Na bumm, was hunderttausende engagierte Menschen rund um den Globus nicht geschafft haben, das schafft ein klitzekleiner Virus: Flüge werden aufs Notwendigste minimiert, Produktionsketten wieder regionalisiert und viele umweltverschmutzende Industrien heruntergefahren. In der Isolation in den eigenen vier Wänden entdecken viele, dass es zu einem guten Leben weder den Kurztrip nach Barcelona, noch den massenhaften Konsum von Kleidung oder Elektronik braucht, sondern gutes Essen, Zeit, liebe Leute in der Familie, Gesellschaftsspiele und ab und zu einen Spaziergang in möglichst menschenleerer Natur. Der Planet atmet auf!
Die Kehrseite: Über 100 000 Arbeitslose mehr innerhalb einer Woche, eine bis vor zehn Tagen denkunmögliche Einschränkung der persönlichen Freiheiten – nicht einmal auf Parkbänken darf man in Zeiten wie diesen noch sitzen –, Kulturschaffende und EPUs die um die wirtschaftliche Existenz genauso ringen wie viele KMUs und Großbetriebe. Die Wirtschaft, so wie wir sie kennen – global, vernetzt, effizient und stets um den billigsten Preis ringend – steht vor dem Abgrund. Wir können nur deshalb ruhig bleiben, weil die Lager der großen Lebensmittelhändler prall gefüllt sind und das Virus zwar den Menschen, nicht aber unsere Lebensmittel bedroht.
Small is beautiful
Bei den Vorträgen von Wirtschaft 2050 hat bspw. der Ökonom Niko Paech ganz viel von der fehlenden Resilienz des gegenwärtigen Wirtschaftssystems gesprochen. Resilienz? Widerstandsfähigkeit eines Systems bei auftretenden Krisen. Eine Wirtschaft und Lebensweise, die nicht global vernetzt ist, sondern in der Regel in der Region stattfindet, ist Grundlage einer Gesellschaft, die widerstandsfähig ist – gegenüber Pandemien wie Corona genauso wie gegenüber der viel größeren Bedrohung, einer globalen Klimakatastrophe. Auf diese steuert der Planet immer noch zu – die Coronakrise ist da nur eine Verschnaufpause.
Diese Verschnaufpause müssen wir auf zwei Ebenen nutzen: Auf der privaten, um endlich das zu tun, was wir seit langem wissen, das richtig ist: Lebensmittel einkaufen direkt beim Landwirt oder für den Waidhofner Fall bei den Hoflieferanten – natürlich ist dort so manches teurer: dafür werden die Menschen (halbwegs) gut bezahlt und Tier & Natur (halbwegs) gut behandelt. Lebensmittel aus Übersee (Kaffee, Tee, Reis…) in Maßen konsumieren und aus fairem Handel – für Waidhofen im Weltladen – einkaufen. Eine genügsamere Lebensweise, die mit weniger Gütern auskommt – und wenn doch: Bücher aus der Bücherecke, Elektronik – wenn’s denn sein muss – von Händlern aus dem Ort, Kleidung produziert zumindest in Europa und gekauft in der Innenstadt und nicht im Einkaufszentrum… Leben und leben lassen!
Vergessen dürfen wir aber auch nicht die politische Ebene: 38 Milliarden Hilfspaket für die Wirtschaft ja, aber nur wenn der ökologische Umbau damit schnell gestartet wird. Kontingente für besonders klimaschädliche Verhaltensweisen, insbesondere beim Flugverkehr (ein Flug alle 15 Jahre pro Person). Eine ökologische Steuerreform, die dafür sorgt, dass auf der privaten Ebene … das Einkaufen bei Hoflieferanten und Weltladen billiger ist als bei Hofer und Eurospar…. reparieren günstiger kommt als eine Neuanschaffung… Zugfahren immer günstiger ist als Fliegen und Autofahren… Energie- und Ressourcenverbrauch schmerzhaft teuer ist, Arbeit dagegen wirklich gering besteuert wird.
Das ist die Aufgabe der Politik, vom Bundeskanzler abwärts bis zum Bürgermeister vor Ort. Daran müssen wir sie gerade jetzt – in Zeiten der Krise, wo auf einmal geht, was sonst über Jahrzehnte nicht geht – immer wieder erinnern. Die Veränderung unserer Lebensweisen wird kommen. Noch können wir entscheiden, ob by design oder vollkommen unkontrolliert by desaster.
Raphael Kößl
Waidhofen