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Bürgermeister soll Räumungsklage gegen Club 598 abwenden

Waidhofen. Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat angenommen – Gespräche mit der NÖVOG werden gesucht

Die Krise, in die der Nostalgiebahnverein Club 598 aktuell geschlittert ist und ihn in seiner Existenz bedroht, hat nun auch den Waidhofner Gemeinderat auf den Plan gerufen. Aufgrund einer Dringlichkeitsantrages, der von den Minderheitsfraktionen SPÖ, Liste FUFU, FPÖ, UWG und Grüne eingebracht und mit Zustimmung aller Fraktionen schließlich auf die Tagesordnung genommen wurde, befasste sich das Stadtparlament mit der Frage, wie man dem Verein Club 598 helfen könne. Zur Vorgeschichte:
Nach Auslaufen der Nutzungsvereinbarung zwischen der NÖVOG, der NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft, und dem Club 598 über das Nutzen eines gewissen Areals auf dem Waidhofner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Ybbsitz, um dort Dampflok, Waggons und anderes Material abstellen bzw. lagern zu können, brachte die NÖVOG nun eine Räumungsklage ein. Da aufgrund einer nachhaltig zerstörten Gesprächsbasis zwischen NÖVOG und Club 598 im Zuge der Schließung der Ybbs­talbahn kaum ein Dialog mehr möglich scheint, soll sich, so der Dringlichkeitsantrag, der Bürgermeister der Stadt dazu verwenden, die Räumungsklage abzuwenden und das Gesprächsklima zu verbessern.
Bgm. Krammer betonte, dass er stets ein Anhänger einer offenen Gesprächskultur ist und er versuchen werde, als Vermittler etwas zu bewirken. Er betonte aber auch, dass es sich um ein sehr sensib-
les und hochemotionales Thema handle. Für ihn wäre eine Lösung, die Tradition der Eisenbahn im Ybbstal zu halten, nicht auf Waidhofen beschränkt. „Wenn es eine Lösung am Standort Waidhofen gibt – perfekt, aber es gibt auch andere Gemeinden, wo man so etwas umsetzen könnte.“
Krammer spielte damit auf die Standorte Lunz oder Göstling an, wo es ja ein intaktes Schienennetz und einen zweiten Nostalgiebahnverein, den Ötscherland-Express, gibt.

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Dem Club 598 droht am Hauptbahnhof die Delogierung. Die NÖVOG hat bereits eine Räumungsklage eingereicht.