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Bodenmarkierungen gegen Schilderflut

Waidhofen. Der Magistrat lässt in der Innenstadt Bodenmarkierungen anbringen, um der Straßenverkehrsordnung zu entsprechen.

Auf eine Flut von Beanstandungen wegen der bisher geübten Praxis bei der Parkordnung in der Innenstadt und auch wegen laufender Anzeigen gegen Parksünder durch einen Waidhofner Bürger der mit dem Magistrat im Clinch liegt, reagiert nun die Stadt und lässt nun Bodenmarkierungen anbringen. Diese sollen einen rechtskonformen Zustand herstellen, der der Straßenverkehrsordnung entspricht.
1992 wurde mit dem Stadtprojekt von Architekt Ernst Beneder die Innenstadt mit einem Granitpflaster versehen, was den historischen Aspekt der Waidhofner Altstadt betonen sollte. Damals einigte man sich, das Pflaster nicht durch Bodenmarkierungen zu „verschandeln“ und brachte Metallhülsen zur optischen Orientierung an, die aber auch als Verankerungen etwa für Marktschirme dienen sollten. 25 Jahre ging das so weit gut und die Verkehrsteilnehmer hielten sich großteils daran. Da es in letzter Zeit aber zu diesen Anzeigen kam und auch die geforderten fünf Meter vor Kreuzungen immer wieder missachtet und sogar Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr massiv behindert wurden, reagierte der Magistrat mit der Bodenmarkierungsaktion. „Wir sind gezwungen, diese Maßnahme zu setzen“, so der Bürgermeister, der aber auch einen positiven Aspekt darin sieht. „Damit können wir vor allem die Innenstadt von unschönen Hinweistafeln befreien. Der Schilderwald soll sich lichten. Dennoch müssen wir einen Weg finden, wie die Straßenverkehrsordnung eingehalten wird, denn im Endeffekt dient sie unser aller Sicherheit“, so Bgm. Krammer.

Bgm. Krammer entfernte persönlich das erste überflüssig gewordene Verkehrszeichen, nachdem am Oberen Stadtplatz Bodenmarkierungen auf dem Granitpflaster angebracht wurden.