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Der „kopflose“ Haydn

Schauerliches beim Festival Klangraum im Herbst

Das Musik- und Literaturfestival „Klangraum im Herbst“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Schauerliche Geschichten“. Die vierte Station widmete sich Joseph Haydn, seiner Musik, aber auch seinem makaberen Schicksal postmortem Opfer einer Grabschändung geworden zu sein. Haydns Kopf wurde nämlich einst gestohlen. Warum das so passiert ist und der Kopf erst 145 Jahre später zurückgegeben wurde, damit befasste sich der vergnügliche literarisch-musikalische Abend am vergangenen Donnerstag, 16. November, im Kristallsaal.
Die schauerliche Geschichte wurde von Schauspielgröße Karl Markovics in beeindruckend fesselnder Rezitationskunst vorgetragen, wobei polizeiliche Protokolle aus der metternichschen Epoche, Briefwechsel und Zeitungsberichte aus dieser Zeit als Quelle dienten.
Gegliedert wurden die Lesepassagen musikalisch vom „Artel Quartet“, einem exzellenten Streichquartett, das sich aus vier jungen Musikerinnen, alle Studentinnen an der Wiener Musikuniversität, zusammensetzt. Das „Artel Quartet“ ist bereits wegen seiner außerordentlich leidenschaftlichen Herangehensweise an die Musik ein international gefragtes Ensemble. Interessant auch die internationale Zusammensetzung des Damenquartetts. Die beiden Geigerinnen Jiayi Chen und Laura Handler sind gebürtig aus China und Kanada, die Bratschistin Liliya Nigamedzyanova ist Russin und die Cellistin Marilies Guschlbauer stammt aus Österreich. Das Quartett spielte zum Text passend natürlich Haydnkompositionen, darunter auch das so berühmte „Kaiserquartett“, bekannt auch als „Haydn- oder Kaiserhymne“. Frenetischer Applaus des begeisterten Auditoriums im vollbesetzten Kris­tallsaal von Schloss Rothschild war der Lohn für einen wirklich außergewöhnlichen Abend im Zeichen des Gruselns.
Haydns Leiden und ein Riesenkipferl
Zum Gruseln einen Beitrag leis­tete kurz vor Konzertbeginn auch Dr. Raimund Tremetsberger, der sich als Arzt in einem Fachvortrag mit den vielfachen Krankheiten und Leiden von Joseph Haydn auseinandersetzte und so die Besucher mit diversen Anekdoten und Fachwissen auf die kommende „Morbidität“ des Abends einstimmte. Haydns Leben war nämlich vor allem auch durch gesundheitliche Probleme gekennzeichnet. Der Bogen spannte sich dabei von Malaria bis Angina pectoris, von einer Zwangskastration bis zu Pocken, Polypen, Geschwüren und vielem mehr.
Im Anschluss an das literarisch-musikalische Programm wurden die Besucher vom Bürgermeister zu Wein und Brot eingeladen, wobei das Brot diesmal eine besondere Spezialität war, wurden doch sogenannte „Peregrini-Kipferl“ gereicht, die von der Bäckerei Hartner extra für diesen Abend angefertigt wurden. Der hl. Peregrin ist der Schutzpatron der Fuß- und Krebsleidenden den Joseph Haydn wegen seiner Fußleiden anrief und um Hilfe bat. Diesem Heiligen wird traditionell mit einem Riesenkipferl gedacht, eben dem „Peregrini-Kipferl“. Diese Anekdote war auch ein Teil in Dr. Tremetsbergers Vortrag.

Karl Markovics und das „Artel Quartet“ begeisterten mit Haydn und seinem skurrilen Schicksal, dem Verlust seines Kopfes, der aus dem Grab gestohlen wurde.
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