Windhag. Jahreshauptversammlung des Musikvereins mit Ehrungen und Auszeichnungen
Zur 50. Jahreshauptversammlung seiner Geschichte lud der Musikverein am Faschingssonntag in den Saal des Windhager Wirts. Obmann Stefan Loibl konnte dazu neben den vielen Vereinsmitgliedern und Förderern des Musikvereins, denen er vorrangig herzlich für ihre immer wohlwollende Unterstützung dankte, auch einige ranghohe Vertreter der Stadt in Windhag begrüßen. Die Riege der Ehrengäste führte Bgm. Werner Krammer, gefolgt von seinen Stellvertretern Armin Bahr und Mario Wührer sowie Kultur-StR Gudrun Schindler-Rainbauer an.
Sowohl in den Berichten des Obmanns als auch des Kapellmeisters kam die Freude über das Ende der Corona-Beschränkungen zum Ausdruck, was wieder ein normales Vereinsleben ermöglichte. So waren die Berichte voll mit den Aufzählungen der durchgeführten Veranstaltungen und belegten so ein ungemein dynamisches Vereinsleben. Auch Laura Gassner als eine von zwei Jugendreferentinnen konnte über eine intensive Nachwuchsarbeit berichten. Aktuell verfügt der Musikverein über 26 Jungmusiker in Ausbildung und die Aktivitäten die das Duo der Jugendreferentinnen für den Nachwuchs organisiert, sind vielfältig und bunt.
Dafür dankte der Obmann auch ausdrücklich und sprach in seiner Rede besonders das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder an, seien es die aktiven Musikantinnen und Musikanten oder die Ehrenamtlichen, die im Hintergrund arbeiten und erfolgreiche Veranstaltungen wie Zeltfest oder Konviktgartenkonzerte erst möglich machen. Stefan Loibl nannte den Begriff „Zeit“ als einen Schlüsselbegriff. „Sich Zeit nehmen füreinander, für den Musikverein ist nicht selbstverständlich, aber es fördert den Zusammenhalt und macht uns deshalb stark und auch erfolgreich“, so der Obmann. Loibl gab dazu eine Übersicht, wie viele freiwillige Arbeitsstunden es benötigt, um ein Zeltfest, eine Marschmusikbewertung oder ein Konviktgartenkonzert zu veranstalten. „Für ein Konzert im Konviktgarten braucht es 260 Stunden, für die Ausrichtung der Marschmusikbewertung 1.650 und für unser Zeltfest 2.290. Im Musikheim verbringen wir im Schnitt pro Jahr 4.000 Stunden“, so der Obmann.
Jungmusikerbriefe und Ehrenurkunden
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden Nachwuchsmusiker offiziell in die Musikkapelle aufgenommen und ihnen die Jungmusikerbriefe überreicht. Diese erhielten Theresa Almberger, Anna Wegscheider und Moritz Haberhauer.
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der Musikkapelle seitens des NÖ Blasmusikverbandes gab es für Alois Lagler und Michael Hintsteiner. Lagler wurde die goldene Ehrenmedaille für 40 Jahre Mitgliedschaft und Hintsteiner die Ehrenmedaille in Bronze für 15-jährige Mitgliedschaft verliehen.
Mit allen Ehren und vor allem Dankbarkeit wurden Petra und Matthias Maderthaner verabschiedet. Beide sind schon vor einiger Zeit von Windhag nach Ardagger übersiedelt und stehen daher nicht mehr dem Verein und der Musikkapelle zur Verfügung.
Jubiläumszelt und -abend
Beim Ausblick auf das kommende Jahr stehen vor allem das 50. Jubiläumszeltfest im August und der Jubiläumsabend am 17. März in Plenkersaal mit Buchpräsentation über Ehrenkapellmeister Hermann Maderthaner, der an diesem Abend auch seinen 80er feiert, an oberster Stelle.
Nach den Regularien der Jahreshauptversammlung ergriffen auch Bgm. Krammer, die Vizebürgermeister Bahr und Wührer sowie Kultur-StR Schindler-Rainbauer das Wort und gratulierten dem Musikverein für das große Engagement zum Wohle der Waidhofnerinnen und Waidhofner. Besonders die Bedeutung des Ehrenamts wurde vom Stadtoberhaupt in das Zentrum seiner Rede gestellt. „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen und so entsteht jene hohe Lebensqualität, auf die wir in Waidhofen alle so stolz sind“, so der Bürgermeister.

