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Mit „Old and New“ ins neue Jahr

Neujahrskonzert mit der Trachtenmusikkapelle Windhag

Das Neujahrskonzert der Windhager Trachtenmusikkapelle am 1. Jänner im Schlosscenter Waidhofen geriet zu einem Rundumerfolg: volles Haus, ein begeisternd aufspielendes Blasorchester, ein Programm mit Überraschungen und neuen Horizonten und ein Dirigent, dessen spürbare Freude an der Musik von seinen rund 80 Musikerinnen und Musikern pulsierend aufgenommen wurde.
Bürgermeister Werner Krammer begrüßte Publikum und Orchester. „Versuchen Sie, die Dinge im neuen Jahr positiv zu sehen und auf Ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Lassen Sie sich heute mit der Musik zu Freude und Zuversicht motivieren!“, so der Bürgermeister in seinem Neujahrswunsch.
Mit dem Marsch „Old an New“ von Alfred Reed griffen die Windhager Musiker das Motto des Konzertabends auf: „Mit Altem und Neuem“. Die Trompeten und das üppig besetzte Holzregister gaben schon im ersten Stück ein Statement dazu ab, wie akzentuiert und harmonisch im großen Klangkörper kommuniziert werden kann. In der Ouvertüre zu „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé spielte Johanna Wegscheider das original Cello-Solo. Zusammen mit Laura Hinterleitner auf der Harfe führte sie mit ihrem berührend schönen Streicherklang das Konzert zum ersten Höhepunkt. Zur vollen Geltung kamen die beiden jungen Solomusikerinnen auch, weil das Blasorchester mit feinstem Piano, edler Zurückhaltung und trotzdem vollem Klang begleitete. Die Ouvertüre, eines der Meisterstücke der Wiener Operette, ließ schon die ganze Spielfreude des Orches­ters erleben. Dazu eine Oboe, die sicher und erhaben über dem Orchesterklang schwebte, die erste Klarinette, die souverän die Melodienführungen vorgab, ein Schlagzeug, das für perfekten Rhythmus sorgte und ein Dirigent, welcher mit scheinbarer Leichtigkeit durch alle komplexen Übergänge führte.
„Ich möchte, dass die jungen Talente ihr Können zeigen dürfen“, begründete Kapellmeister Thomas Maderthaner seine Entscheidung zur diesbezüglichen Stückwahl. Der langanhaltende Applaus gab ihm Recht. Den beiden jungen hochtalentierten Musikerinnen, Studentinnen der Bruckner-Universität Linz, kann man nur viele gute Wünsche auf ihren weiteren musikalischen Wegen mitgeben.
Im „Persischen Marsch“ von Johann Strauß Sohn zeigte das Orchester vom ersten bis zum letzten Ton, wie absolut zu Hause es in diesem Genre ist. Mit der Bestimmtheit, die Märschen generell eigen ist, aber zugleich mit Leichtigkeit und verspielten Ritardando-Ausführungen verteilten die Windhager ein musikalisches Zuckerl, das den vielen anwesenden Blasmusikfreunden ganz ausgezeichnet schmeckte. Und sie legten mit der Polka „Prager Gassen“ des tschechischen Komponisten Jaroslav Zeman gleich noch ein Blasmusikbonbon von feinster Güte nach. Der unverkennbare Klang der böhmischen Musik, in der Trachtenmusikkapelle schon unter Ehrenkapellmeister Hermann Maderthaner explizit gepflegt, kam darin mit all seinem Zauber zur Geltung. Der vollharmonische Zusammenklang im Orchester, hinterlegt von selbstbewussten Tubentönen und stets wachen Trompeten, fand in den nicht weg zu denkenden Tenorhornmelodien zu seiner Ganzheit.
Noch vor der Pause führte das Konzert mit dem Stück „Moving Heaven and Earth“ von Philip Spark gemäß dem Motto ins Neue der zeitgenössischen Kompositionen. „Philip Spark gefällt mir persönlich als Komponist sehr. Er hat ein ausgeprägt gutes Gefühl für sinfonische Blasmusik“, so Thomas Maderthaner zu diesem Stück. Seine persönliche Nähe zum Werk und Komponisten konnte das Publikum während der Darbietung gut erahnen. Wie fein darin das Thema aus einem Requiem von Gabriel Fauré variert wird, wie lustvoll die Flöten und das gesamte Holz das Thema aufgreifen, welche Dynamik die Saxofone dem Stück auferlegen und wie das Hin- und Herwiegen zwischen den Instrumentengruppen das Stück bestimmt, das alles konnte der Dirigent mit seinem Orchester herrlich vermitteln. Damit wurden die Horizonte herkömmlicher Blasmusik ein erstes Mal deutlich erweitert.
Die nächste Erweiterung von Blasmusikhorizonten boten die Windhager Musiker gleich nach der Pause mit den Highlights aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Moderator Martin Eckmann versprach nicht zu viel, als er „opernhaftes Pathos und ekstatischen Rock“ ankündigte. Wenn moderne Blasmusik einen so schönen Klangteppich ausbreitet, wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer in einem fesselnden Rhythmus mitgenommen werden, wenn das hohe und tiefe Blech die gebotenen Freiräume so freudig ausfüllen, dann werden Fröhlichkeit, Optimismus und Zuversicht auf musikalischem Weg verströmt, ganz im Sinne der Intentionen des Kapellmeisters für das diesjährige Neujahrskonzert.
Mit dem Stück „Danzón Nr. 2“ von Arturo Márquez beschritt das Orchester weiter den Weg des Neuen. Dem mexikanischen Komponisten des Jahrgangs 1950 gelang es, in seinen Danzónes kubanisch-mexikanische Melodien und Rhythmen für das Streichorchester zu fassen. Oliver Nickel arrangierte dieses Stück für Blasorchester. Was in diesem Stück mit Keyboardbegleitung so ruhig begann, wurde nach und nach dynamischer und feuriger. Die Oboe, die Saxofone, Piccolo, Hörner und Posaunen, alle verstärkten nach und nach den Sog dieser einzigartigen Komposition, deren Finale vom großen Auftritt der Tuben, Klarinetten, Fagotte und Trompeten bestimmt ist. Zu dieser Musik voller Lebendigkeit und der höchst quirligen Orchesterkommunikation kann man nur gratulieren!
Dass bei aller zuversichtlichen Lebenseinstellung die Realität des Todes nicht verschwindet, dem verliehen die Windhager Musiker, vor allem die Gesangssolisten Eva Markhauser und Josef Maderthaner, mit „Boote in der Nacht“ aus dem Musical „Elisabeth“ Ausdruck. Das Solisten-Geschwisterpaar durfte sich zurecht über reichen Applaus freuen.
Moderator Martin Eckmann leitete mit Charme den Donauwalzer ein. Er präsentierte dem Publikum den Text des ursprünglich als Chorwalzer für den Wiener Männergesangsverein konzipierten und heute berühmtesten Strauß-Walzers. Die Darbietung des „altbekannten“ Donauwalzers schloss die Klammer gemäß dem Konzertmotto. Mit guten Hornisten im Orchester, mit flockig leicht agierenden Holzbläserinnen, mit einem souveränen Dirigat kann auch ein Blasorchester den Donauwalzer, den alle Zuhörer vor allem in der Streichorchesterversion im Ohr haben, mit hoher Qualität darbieten. Das ist der Trachtenmusikkapelle Windhag sehr gut gelungen. Das Publikum durfte noch die Zugabe „Bahn frei“, eine Polka schnell von Eduard Strauß, genießen. Die Windhager legten nochmals all ihre Spielfreude und individuelle Klasse auf den jeweiligen Instrumenten in das Finale ihres Konzertes. Der Radetzky-Marsch bildete wie immer den Ausklang. Langanhaltende Standing Ovations waren der Dank des Publikums, das sehr zahlreich aus Waidhofen und Umgebung, darüber hinaus aber auch aus Nachbarstädten wie Steyr angereist war. Möge die Freude, die in diesem Konzert vermittelt wurde, als Danke und zusätzliche Motivation wie ein Echo zu den Musikerinnen und Musikern und ihrem Kapellmeister Thomas Maderthaner zurückkehren.
W. H.

Die TMK-Windhag mit Kapellmeister Thomas Maderthaner                                                                                                                       zVg
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