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Am Weg zur CO2-neutralen Stadt

Stadt prüft künftig alle im Gemeinderat gefassten Beschlüsse auf ihre Folgen für das Klima

„Klimarelevanz“ ist die neue Herausforderung, der sich die Stadt Waidhofen ganz bewusst stellen wird. Dazu beschloss der Gemeinderat ein neues Vorgehen bei der Fassung von Beschlüssen im Gemeinderat. Alle kommunalen Beschlüsse sollen ab der neuen Sitzungsperiode im neuen Jahr auf ihre Klimarelevanz hinterfragt werden. Dazu bedient sich die Stadt künftig eines speziellen EDV-Programms das von der eNU, der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, entwickelt wurde und das bereits im Probelauf in der Stadt Krems zum Einsatz kommt. Über standardisierte Checklisten müssen die einen Beschluss betreffenden Parameter eingegeben werden. Danach gibt ein Ampelsystem Aufschluss, wie klimaverträglich das Vorhaben ist – Grün sehr gut bis gut, Gelb mittel und Rot wenig bis gar nicht. Das System zeigt aber auch auf, wie Verbesserungen vorgenommen werden können oder ob Kompensationen möglich sind. „Aus Erfahrung weiß man, dass rund 20 % der Beschlüsse klimarelevant sind. Ein neuer Traktor für den Bauhof oder eine Asphaltdecke bei Straßensanierungen werden immer im negativen Sinn sein, und dennoch sind sie notwendig. Aber wie etwa im neuen Gewerbepark in Kreilhof kann man Kompensationen hinsichtlich der Bodenversiegelung durchführen und etwa Dächer zwingend begrünen lassen und Parkplätze so gestalten, dass das Wasser versickern kann“, so der Leiter der Umweltabteilung Thomas Fleischanderl, der mit der Implementierung des Systems am Magistrat befasst ist. Auch für Bgm. Werner Krammer ist diese Prüfung auf Klimarelevanz ein wichtiger Schritt für Waidhofen auf dem Weg zur CO2-neutralen Stadt. „Wir alle werden so sensibler, was es für das Klima und die Umwelt bedeutet, wenn wir diese oder jene Maßnahme beschließen“, so der Stadtchef.
Die Einführung der Klimarelevanzüberprüfung fand die einhellige Zustimmung aller Mandatare, die über einen Umlaufbeschluss ihre Zustimmung gaben, da der Gemeinderat coronabedingt nicht in persönlicher Anwesenheit der Mandatare stattfinden konnte.

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