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Gut für dich, gut für mich

Böhlerwerk. Initiative sucht beste Radwege durch den Ortsteil Böhlerwerk

Am Freitag, 18. September, wurde in Böhlerwerk von vielen freiwilligen Radfahrer zwei mögliche Radstrecken durch den Ort getestet und die Zeiten der Radfahrer sowie die der Autofahrer gemessen und verglichen. Ziel der Aktion war es, herauszufinden, welche Strecken durch den Ort Böhlerwerk für den Radverkehr möglich sind, wie sich ein erhöhter Radverkehrsanteil auf den Gesamtverkehrsfluss auswirkt und welche Strecke nun die beste für alle Verkehrsteilnehmer ist.
Unter dem Motto „Gut für dich, gut für mich“ streben die Organisatorinnen Martina Schauer, Marianne Schallauer, Johanna Mairhofer und Klara Reichartzeder eine gute Lösung für alle Verkehrsteilnehmer an. „Es soll ein respektvolles Nebeneinander im Verkehr möglich sein“, so die Organisatorinnen. Bis dato sei der Alltagsradler in den bestehenden Verkehrskonzepten leider vernachlässigt, weshalb sie nach einer Lösung suchen, die sowohl dem Auto- als auch dem Radverkehr zugutekommen soll.
„Die Aktion war ein voller Erfolg“, zeigen sich die Organisatorinnen zufrieden. „Die Ergebnisse sprechen für sich, sie zeigen klar und deutlich, wie wichtig ein sicherer, schneller und unkomplizierter Radweg von der Gemeinde Sonntagberg nach Waidhofen ist. Insbesondere das Teilstück, welches durch Böhlerwerk führt, ist dabei eine besondere Herausforderung.“ Der derzeit geplante Radweg führt durch den Ort, zum Teil durch Spielstraßen und erfordert eine zweimalige Querung der B 121. Die alternative, bei der Radaktion getestete Strecke führt der B 121 entlang durch den Ort.
Auch der Bürgermeister der Gemeinde Sonntagberg, Thomas Raidl, zeigte sich positiv und unterstützte die Aktion, indem er persönlich vor Ort war und einen kurzen Einblick und Ausblick zur aktuellen Planungssituation an die Teilnehmer richtete. Die Organisatorinnen werden mit ihm und dem zuständigen Verkehrsplaner die Ergebnisse und deren logische Konsequenzen durchbesprechen, um sie in die weitere Planung einfließen zu lassen.
Die Messungen zeigen eindeutig, dass die Radfahrer und Radfahrerinnen einen deutlich längeren Weg in Kauf nehmen müssten, würde die Strecke durch die Nebenstraßen im Ort führen. Die zusätzlich benötigte Fahrtzeit im Vergleich zur schnelleren Strecke über die B 121 liegt je nach Richtung zwischen 60 % und 140 %. In Richtung Amstetten benötigen die Radfahrer beispielsweise 1,5 Minuten auf der B 121 von der Bushaltestelle Ortsmitte bis zur Firma Kleinhagauer nach der Ybbsbrücke (weil sie keine Straße queren müssen). Für den Weg durch den Ort (Moshammer – Volksschule – Fußballplatz) benötigen sie durchschnittlich über 4 Minuten. Hier liegt der Zeitverlust bei 2,5 Minuten und ist damit deutlich höher als die Fahrtzeit auf der schnelleren Strecke.
Auch für die Autofahrer und Autofahrerinnen ist die Streckenführung durch den Ort die schlechtere Alternative.
Bei einem erhöhten Radfahreranteil, den sich die Gemeinde Sonntagberg sowie das Land Niederösterreich vorgenommen haben, kommen diese regelmäßig an der Moshammer-Ampel zum Stehen und verlieren so Zeit. Die Autos brauchen für die Strecke von der Bushaltestelle Ortsmitte bis zur Abzweigung Unterzell in beiden Fällen durchschnittlich etwas über eine Minute. Wobei auch hier die etwas kürzeren Zeiten bei der Führung des Radweges über die B 121 erkennbar waren. Der Zeitunterschied ist hier aber mit wenigen Sekunden weniger eklatant. Bei einer Messung ohne erhöhtem Radfahreranteil brauchten die Autos für dieselbe Strecke im Durchschnitt 45 Sekunden. Sie erfahren bei einem erhöhten Radverkehrsanteil eine Zeitverzögerung von etwa 20 Sekunden.
Klar ersichtlich ist aus dieser Fallstudie der Vorteil, den die Streckenführung eines, im besten Fall baulich getrennten, Radschnellweges für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen über die B 121 bietet. Aber nicht nur die Zahlen sprechen für sich, sondern auch die Radfahrer und Radfahrerinnen, die die Strecken getestet haben, sind sich einig, dass sie eine Streckenführung durch den Ort für Alltagsradwege nicht nutzen würden, weil er zu umständlich ist und viel mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Frei nach dem Motto „Gut für mich, gut für dich“ soll daher mit dem gewonnenen Wissen in die weitere gemeinsame Planung mit der Gemeinde gestartet werden. Interessierte, die sich gerne an der Initiative für mehr Radverkehr in der Gemeinde beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, am Böhlerwerker Radlstammtisch teilzunehmen. Dieser findet jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat um 20.00 Uhr im Moshammer-Beisl in Böhlerwerk statt. Der nächste Termin ist der 24. September.


Im Rahmen der Radinitiative wurden verschiedene Radwege durch den Ortsteil Böhlerwerk nach Waidhofen und
ihre zeitlichen Unterschiede sowie die Gefahrenpotenzielle getestet. zVg

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